15 May 2026, 13:01

AfD scheitert bei Kommunalwahlen trotz Umfragehochs in Ostdeutschland

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

AfD scheitert bei Kommunalwahlen trotz Umfragehochs in Ostdeutschland

Die rechtspopulistische AfD hat bei den diesjährigen Kommunalwahlen in Ostdeutschland nur begrenzte Erfolge erzielt und lediglich zwei von 28 Bürgermeisterwahlen für sich entschieden. Trotz starker Umfragewerte in einigen Regionen musste die Partei in entscheidenden Abstimmungen Niederlagen hinnehmen, darunter eine viel beachtete Kreistagswahl in Brandenburg.

Unterdessen analysiert die neueste Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, wie sich die etablierten Parteien auf den Aufstieg der AfD in bundesweiten Umfragen reagieren – wo sie die Union nun mit zwei bis drei Prozentpunkten überflügelt.

In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern führt die AfD mit deutlichem Abstand in den Umfragen (41 bzw. 36 Prozent). Bei tatsächlichen Wahlen schnitt sie jedoch schwächer ab. Die beiden einzigen Bürgermeisterposten gewann die Partei in Altenberg (Sachsen) mit André Barth und in Zehdenick (Brandenburg), wo René Stadtkewitz siegreich war.

Ein markanter Rückschlag ereignete sich im brandenburgischen Uckermark: Die amtierende CDU-Bürgermeisterin Karina Dörk besiegte den AfD-Herausforderer Felix Teichner klar und wies Forderungen nach einer „Brandmauer“ gegen die Rechtspopulisten als Ablenkung zurück. Teichner, selbst AfD-Abgeordneter, hatte sich als gemäßigter Kandidat inszeniert – sogar mit Klavierstücken des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader.

Die aktuelle Bundestalk-Folge beleuchtet Strategien gegen den AfD-Aufstieg. Die Moderatoren Gareth Joswig (AfD-Experte), Anne Fromm (Leiterin Investigativressort) und Stefan Reinecke (Parlamentskorrespondent) untersuchen, warum nur ein kleiner Teil ehemaliger Unionswähler zur AfD gewechselt ist. Viele andere bevorzugen inzwischen linke Parteien oder wollen gar nicht mehr wählen.

Der Podcast – verfügbar auf unserer Website, Spotify, Deezer und iTunes – fragt, ob etablierte Parteien durch eine direktere Ansprache der Wähleranliegen verlorenes Vertrauen zurückgewinnen können.

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Die AfD zeigt damit ein gespaltenes Bild: Während sie in ostdeutschen Bundesländern in Umfragen dominiert, gelingt es ihr in realen Wahlen kaum, diese Zustimmung in flächendeckende Erfolge umzumünzen. Die etablierten Parteien suchen unterdessen weiter nach Wegen, den AfD-Schwung vor künftigen Wahlkämpfen zu bremsen.

Quelle