29 April 2026, 14:38

Aktivisten kämpfen in Berlin gegen Kürzungen beim Hautkrebs-Screening

Schwarzes und weißes Foto von sechs Männern in Anzügen und Krawatten, jeder trägt eine Brille, mit dem Text "Darmkrebs: Neue Erkenntnisse zu einer vermeidbaren Krankheit" darunter.

Aktivisten kämpfen in Berlin gegen Kürzungen beim Hautkrebs-Screening

Protest gegen geplante Kürzungen beim Hautkrebs-Screening in Berlin

Diese Woche Mittwoch findet in Berlin eine Demonstration gegen die geplanten Kürzungen bei der Hautkrebs-Früherkennung statt. Organisiert von der Kampagnengruppe Campact, richtet sich die Kundgebung gegen das Reformpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken. Aktivisten warnen, dass ein eingeschränkter Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen zu späteren Diagnosen und schwerwiegenderen Behandlungen führen könnte.

Die unter dem Motto "Rettet das Hautkrebs-Screening" stehende Protestaktion beginnt um 8:30 Uhr in der Nähe des Bundeskanzleramts. Die Demonstranten wollen sich symbolisch entkleiden und Plakate mit unbekleideten Körpern sowie Forderungen nach bezahlbarer Gesundheitsversorgung hochhalten. Ihre zentrale Forderung: Die kostenlosen Hautkrebs-Checks alle zwei Jahre für alle Menschen ab 35 Jahren müssen erhalten bleiben.

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Eine Petition gegen die Kürzungen hat bereits 500.000 Unterschriften gesammelt. Annika Liebert, Kampagnenleiterin bei Campact, kritisiert, dass die Reformen viele Menschen zwingen würden, die Untersuchungen künftig aus eigener Tasche zu bezahlen. Zudem fordert die Gruppe, dass Pharmakonzerne stärker an den Gesundheitskosten in Deutschland beteiligt werden.

Der Protest erfolgt vor dem Hintergrund eines deutlichen Anstiegs der Hautkrebsfälle in den letzten 20 Jahren – die Zahlen haben sich nahezu verdoppelt. Falls die flächendeckenden Screenings gestrichen werden, befürchten die Aktivisten spätere Diagnosen und aufwendigere Operationen für Betroffene.

Die Kundgebung fällt mit der Vorstellung von Warkens Reformpaket im Kabinett zusammen. Ohne kostenlose Vorsorgeuntersuchungen könnten weniger Menschen frühzeitig zur Kontrolle gehen – mit potenziell schwerwiegenden Folgen. Der Protest unterstreicht die wachsende Sorge um Bezahlbarkeit und Zugang zu essenziellen Gesundheitsleistungen.

Quelle