Allgäu prüft historischen MVV-Anschluss – was das für Pendler bedeutet
Gotthilf WellerAllgäu prüft historischen MVV-Anschluss – was das für Pendler bedeutet
Öffentlicher Nahverkehr im Allgäu: Region lotet Anschluss an den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) aus
Seit Jahren wird über die Verbesserung der Nahverkehrsanbindung in der Allgäu-Region diskutiert. Nun unternehmen lokale Kommunen konkrete Schritte, um einen Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zu prüfen. Den Anstoß gab das Interesse der Landkreise Kaufbeuren und Ostallgäu, das auch benachbarte Gebiete zum Handeln veranlasst hat.
Schon seit Jahrzehnten besteht das Ziel, ein einheitliches Verkehrsnetz in der Region zu schaffen. Neue Dynamik erhielt die Idee, nachdem Kaufbeuren und Ostallgäu offiziell ihr Interesse an einer MVV-Mitgliedschaft bekundet hatten. Daraufhin begannen auch Kempten und der Landkreis Oberallgäu, ihre Optionen zu bewerten.
Der Kreistag hat bereits einen Beschluss gefasst, die Rahmenbedingungen für einen MVV-Beitritt zu prüfen. Die lokalen Politiker einigten sich einstimmig darauf, bis Jahresende Klarheit über Kosten und Nutzen zu gewinnen. Dennoch bleiben Bedenken, ob der Anschluss an das Münchner Netz zu teuer oder überhaupt praktikabel wäre.
Der Stadtrat von Kempten hat sich mit der Thematik noch nicht befasst. Eine endgültige Entscheidung über einen möglichen MVV-Beitritt könnte jedoch noch in diesem Jahr fallen. Die Ergebnisse der anstehenden Beratungen werden zeigen, ob die Allgäu-Region künftig in das Münchner Verkehrssystem integriert wird. Eine Zustimmung würde eine deutliche Veränderung für den öffentlichen Nahverkehr in der gesamten Region bedeuten. Die kommenden Monate werden klären, ob das Vorhaben umsetzbar ist – oder ob die Kosten zu hoch ausfallen.






