Anti-Duckface-Tag: Warum der 22. Juli gegen den Schmollmund protestiert
Arnd JunckenAnti-Duckface-Tag: Warum der 22. Juli gegen den Schmollmund protestiert
22. Juli ist "Anti-Duckface-Tag" – ein humorvoller Protest gegen den berühmten Schmollmund-Look
Der 22. Juli steht im Zeichen des Anti-Duckface-Tags, einer scherzhaften Aktion gegen die weitverbreitete Schmollmund-Pose auf Fotos. Die Initiative wurde 2011 vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY ins Leben gerufen – als spielerische Gegenbewegung zu dem Trend. Zufällig fällt der Tag auch mit dem Pi-Näherungs-Tag zusammen, was dem Datum eine weitere skurrile Note verleiht.
Der Begriff "Duckface" (wörtlich "Entenschnabel") beschreibt eine übertriebene Kussmund- oder Schmollpose, die vor allem in Selfies von jungen Frauen auf Social Media zu sehen ist. Studien zeigen, dass Profile mit dieser Mimik auf Dating-Plattformen mehr Nachrichten erhalten – was ihre Beliebtheit weiter anheizt.
Die Anti-Duckface-Bewegung, angeführt vom Blog antiduckface.com, ruft dazu auf, auf die Pose zu verzichten. Am 22. Juli tauschen Teilnehmer:innen ihr Profilbild gegen ein Anti-Duckface-Abzeichen aus. Y-TITTY veröffentlichte sogar eine Hymne für den Anlass, die auf YouTube Aufmerksamkeit erregte.
Seit dem Start hat sich der Tag zu einem kleinen, aber lautstarken Protest gegen die ausufernde Geste entwickelt. Unterstützer:innen argumentieren, dass er zu einer natürlicherer und vielfältigeren Selbstdarstellung im Netz anregt.
Der Anti-Duckface-Tag wird jedes Jahr begangen und bietet eine Alternative zum allgegenwärtigen Pose-Trend. Die Kampagne bleibt eine humorvolle, aber treffende Kritik an Social-Media-Phänomenen. Bisher behält die Bewegung zwar ihre Nische, ist aber weiterhin präsent – und sorgt für den einen oder anderen Lacher im Netz.






