Bambergs kostbare Kapellen erhalten 800.000 Euro für dringende Restaurierung
Gotthilf WellerBambergs kostbare Kapellen erhalten 800.000 Euro für dringende Restaurierung
Zwei der kostbarsten Kulturdenkmäler Bambergs werden in den kommenden Monaten umfassend restauriert. Die bayerische Staatsregierung hat dafür 800.000 Euro bereitgestellt, um die Heilig-Grab-Kapelle und die Marienkapelle zu erhalten. Beide Bauwerke gelten als architektonische Juwelen und sind von großer historischer Bedeutung innerhalb des zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Stadtgebiets.
Besonders bekannt ist die Heilig-Grab-Kapelle für ihren seltenen Totentanz, eine mittelalterliche Darstellung der Vergänglichkeit des Lebens. Die nahegelegene Marienkapelle trägt wegen ihrer aufwendigen Fresken und künstlerischen Pracht auch den Beinamen das kleine Sixtinische Kapell Bambergs. Beide Monumente zählen zum unersetzlichen kulturellen Erbe der Region.
Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume hat die Finanzierung des Projekts gesichert. Die Mittel fließen zudem in die Restaurierung historischer Epitaphe in der Michaelskirche. Am Montag übergab Blume offiziell den Förderbescheid an Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke sowie an Bertram Felix, einen Vertreter der örtlichen Denkmalschutzstiftung.
Ziel der Sanierung ist es, die empfindlichen Innenräume der Kapellen zu stabilisieren und langfristig zu schützen. Verantwortliche bezeichnen die Arbeiten als unverzichtbar, um die Stätten für kommende Generationen zu bewahren. Die Investition von 800.000 Euro soll die dauerhafte Erhaltung der historischen Bamberger Kapellen sichern. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl bauliche Instandsetzungen als auch die Konservierung der einzigartigen Kunstschätze. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt, um den Status Bambergs als UNESCO-Weltkulturerbestätte zu festigen.






