19 March 2026, 10:50

Bayerische Städte setzen auf kulturelle Ampelfiguren – von Pumuckl bis Knödelwerferin

Ampel mit Fahrradsymbol, an einem Pfahl mit zusätzlichen Pfählen und einem Gebäude im Hintergrund angebracht.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte setzen auf kulturelle Ampelfiguren – von Pumuckl bis Knödelwerferin

Mehrere bayerische Städte haben herkömmliche Fußgängerampeln durch Entwürfe ersetzt, die von der regionalen Kultur inspiriert sind. Damit folgt man einem wachsenden Trend, Ampelsignale individuell zu gestalten, um die lokale Identität zu unterstreichen. Mittlerweile wurden mindestens fünf Städten Genehmigungen für die Installation dieser besonderen Figuren erteilt.

München gehörte zu den Vorreitern und führte thematische Ampeln ein, darunter drei Signale mit der schelmischen Figur Pumuckl. Straubing zog mit Bruder Straubinger nach, einer Figur aus der lokalen Volksüberlieferung, während in Dachau die Ampelmännchen nun in traditioneller bayerischer Tracht zu sehen sind. Die Schablonen und Gestaltungsarbeiten in Dachau kosteten 300 Euro.

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Die Kasperl-Ampel in Augsburg erforderte eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben. Deggendorf entschied sich für ein verspieltes Design – eine Frau, die Knödel wirft –, und brachte damit lokalen Humor auf die Straßen.

Nürnbergs Fußgängerampel zeigt nun Albrecht Dürers Feldhase, eine Hommage an das künstlerische Erbe der Stadt. Erlangen wählte ebenfalls Dürers Hasen, um die kulturelle Verbindung zu betonen. Der Vorschlag von Hof, einen Wärschtlamo – einen lokalen Würstchenverkäufer – abzubilden, war 2019 aus Verkehrssicherheitsgründen zunächst abgelehnt worden, erhielt aber 2025 nach einer Überprüfung doch noch grünes Licht.

Trotz der wachsenden Beliebtheit bleibt das bayerische Innenministerium vorsichtig. Beamte argumentieren, dass Verkehrssignale klar und sofort erkennbar sein müssten, um Verwirrung zu vermeiden. Eine flächendeckende Individualisierung lehnen sie mit Verweis auf Sicherheitsrisiken ab.

Bis Anfang 2026 haben fünf bayerische Städte – München, Coburg, Nürnberg, Erlangen und Hof – die offizielle Genehmigung für ihre thematischen Fußgängerampeln erhalten. Die Entwürfe stoßen bei den Einwohnern auf positive Resonanz, die darin eine humorvolle Feier lokaler Traditionen sehen. Die Initiative geht weiter, doch weitere Ausweitungen könnten auf regulatorische Hürden stoßen.

Quelle