Bayern hat die niedrigste Pflegequote – doch der Trend zeigt nach oben
Arnd JunckenBayern hat die niedrigste Pflegequote – doch der Trend zeigt nach oben
In Bayern liegt die Pflegequote bei 4,7 Prozent – deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,72 Prozent. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 benötigten in dem Land mit rund 13,2 Millionen Einwohnern 631.273 Menschen Pflege. Damit gehört Bayern zu den Bundesländern mit vergleichsweise wenigen Pflegebedürftigen.
Bundesweit steigt die Zahl der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, kontinuierlich an. 2023 bezifferte sich die Gruppe der Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 bis 5 auf etwa 5,7 Millionen. Die Pflegequote kletterte von 4,1 Prozent im Jahr 2017 auf 5,0 Prozent 2019, erreichte 2021 bereits 6,0 Prozent und lag Ende 2023 bei 6,72 Prozent.
Die Verteilung der Pflegegrade in Bayern weicht leicht vom Bundestrend ab: Der Freistaat verzeichnet weniger Menschen in den mittleren Stufen 2 bis 4, dafür mehr in den höchsten und niedrigsten Kategorien. Am häufigsten ist in Bayern Pflegegrad 2, der 39,2 Prozent der Fälle abdeckt.
Unter den Bundesländern verzeichnet Sachsen-Anhalt mit 9,37 Prozent die höchste Pflegequote. Nordrhein-Westfalen hingegen hat die größte absolute Zahl an Pflegebedürftigen – hier sind 1.387.134 Menschen auf Unterstützung angewiesen.
Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei der Pflegebedürftigkeit in ganz Deutschland. Zwar bleibt Bayern unter dem Durchschnitt, doch auch hier wächst die Zahl der Hilfsbedürftigen Jahr für Jahr. Angesichts regionaler Unterschiede bei Pflegegraden und Verteilung wird der Bedarf an langfristigen Pflegeleistungen voraussichtlich weiter steigen.






