29 April 2026, 10:07

Bundesregierung senkt Spritsteuer – doch Verbraucher profitieren kaum

Eine Liniengrafik mit dem Titel 'Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten' auf einem weißen Hintergrund zeigt zwei Linien: eine stetig ansteigende blaue Linie, die den Rückgang der Treibstoffpreise über die Zeit darstellt, und eine höhere grüne Linie, die den Anstieg der Preise darstellt.

Bundesregierung senkt Spritsteuer – doch Verbraucher profitieren kaum

Die deutsche Bundesregierung hat eine vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer angekündigt, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten, die mit steigenden Kosten zu kämpfen haben. Ab dem 1. Mai wird die Steuer für zwei Monate um 16,7 Cent pro Liter gesenkt. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund stark gestiegener Spritpreise in Deutschland, die sich seit dem Iran-Konflikt weiter verschärft haben.

Die Entscheidung traf die regierende Koalition; die Steuerentlastung wird voraussichtlich rund 1,6 Milliarden Euro kosten. Doch Franziska Giffey, Berlins Senatorin für Wirtschaft, warnte, dass die Ersparnis möglicherweise nicht bei den Verbrauchern ankommen werde. Sie warf den Mineralölkonzernen vor, die Situation auszunutzen, und bezeichnete sie als "Krisengewinnler und Profiteure".

Giffey zweifelt daran, dass die Steuerermäßigung zu einem spürbaren Rückgang der Zapfsäulenpreise führen wird. Stattdessen befürchtet sie, dass die Konzerne einen Großteil der Entlastung einbehalten und so ihre Gewinne hochhalten. Um dem entgegenzuwirken, schlägt sie schärfere Maßnahmen vor, etwa die Einführung einer Preisobergrenze, die sich an Produktions-, Vertriebskosten und Steuern orientiert.

Die Senatorin verwies auf die Politik in Nachbarländern als Beispiele für wirksamere Lösungen. Ihre Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Preise für Benzin und Diesel in Deutschland stärker gestiegen sind als in anderen EU-Ländern – ein Trend, der sich seit Beginn des Iran-Konflikts verstärkt hat.

Die Kraftstoffrabatte gelten für zwei Monate ab dem 1. Mai. Zwar zielt die Regierung darauf ab, die finanzielle Belastung zu verringern, doch Giffey besteht darauf, dass weitere Schritte nötig sind, um zu verhindern, dass die Mineralölkonzerne die Steuervergünstigungen einbehalten. Sie setzt sich weiterhin für strengere Kontrollen bei der Preisgestaltung und den Unternehmensgewinnen ein.

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