Caritas-Verbände in Bayern fusionieren für stärkeres soziales Netzwerk
Gotthilf WellerCaritas-Verbände in Bayern fusionieren für stärkeres soziales Netzwerk
Zwei Caritas-Verbände in Bayern haben sich offiziell zusammengeschlossen, um ein stärkeres soziales Dienstleistungsnetzwerk zu schaffen. Durch die Fusion vereinigen sich die Standorte Fürth sowie Neustadt an der Aisch–Bad Windsheim unter einer gemeinsamen Organisation. Nach Angaben der Verantwortlichen soll der Schritt die Unterstützung für tausende Menschen in der Region ausbauen.
Der neu gegründete Caritasverband Fürth und Neustadt/Aisch löst die bisher eigenständigen Verbände ab. Er wird künftig rund 15.000 Patientinnen und Patienten, Klientinnen und Klienten sowie Ratsuchende in seinen Einrichtungen und Beratungsstellen betreuen. Die Organisation beschäftigt nun über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stützt sich auf 500 Ehrenamtliche und zählt 430 Vereinsmitglieder.
Ziel der Fusion ist nicht die Kostensenkung, sondern die Bündelung von Fachwissen und Ressourcen. Ein neuer Aufsichtsrat wurde berufen, dem Andre Deraëd, Klaus Gimperlein, Bettina von Grafenstein, Sabine Herderich, Bernhard Metzger, Ruth Papouschek und Gabriele Syben angehören. Zwei Mitglieder, Michael Reeg und Lothar Baumueller, waren zuvor vom Diözesan-Caritasverband Bamberg nominiert worden.
Der Wandel markiert zugleich das Ende einer Ära ehrenamtlicher Führung. Die langjährigen Vorsitzenden Sabine Herderich, Hans Fäßler und Lothar Baumueller wurden für ihr Engagement gewürdigt. Ihre Aufgaben übernehmen nun die hauptamtlichen Geschäftsführer Andreas Schilling und Michael Bischoff.
Der neue Verband will eine stärkere lokale Verankerung mit einem erweiterten sozialen Angebot verbinden. Mit einem größeren Team und gebündelter Erfahrung soll er dem wachsenden Bedarf in der Region gerecht werden. Der Übergang von der ehrenamtlichen zur professionellen Leitung soll zudem die langfristige Stabilität sichern.






