Christian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für gesellschaftliches Engagement
Gotthilf WellerChristian Streich erhält Memminger Freiheitspreis für gesellschaftliches Engagement
Freiburger Fußballtrainer Christian Streich erhält Freiheitspreis der Stadt Memmingen
Am Freitag wurde Fußballtrainer Christian Streich mit dem Freiheitspreis der Stadt Memmingen ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt sein unmissverständliches Engagement für politische und gesellschaftliche Themen. Als Fußballphilosoph bekannt, nutzt Streich seit über einem Jahrzehnt seine öffentliche Position, um Debatten jenseits des Platzes anzustoßen.
Die Verleihung fand im Rahmen des Jubiläumsjahres "500 Jahre Zwölf Artikel" statt – ein prägender Moment in der Geschichte Memmingens. Streich erhielt die Freiheitsmedaille sowie eine Faksimile-Ausgabe des historischen Dokuments. In seiner Dankesrede nahm er die Auszeichnung stellvertretend für alle entgegen, die sich gegen Ungerechtigkeit stellen und kulturelle Vielfalt verteidigen.
Claudia Roth, ehemalige Vorsitzende der Grünen, hielt die Laudatio. Sie betonte Streichs "leidenschaftliches Eintreten für die Demokratie" und seine direkte, verständliche Sprache. Sein Ausspruch "Wer jetzt nicht aufsteht, hat nichts verstanden" traf beim Publikum auf große Zustimmung. Roth lobte zudem seine Fähigkeit, Menschen über den Fußball hinaus zu erreichen.
Streich hat sich wiederholt zu politischen Fragen geäußert, etwa mit dem viel zitierten Satz: "Wir waren alle schon mal Flüchtlinge." Der mit 25.000 Euro dotierte Preis macht ihn zum sechsten Träger des Memminger Freiheitspreises.
Die Auszeichnung unterstreicht Streichs Rolle als öffentliche Stimme, die Sport und Gesellschaft verbindet. Sein langjähriges Engagement in gesellschaftlichen Debatten hat ihm Anerkennung weit über den Fußball hinaus eingebracht. Die Feierlichkeiten bildeten den Abschluss eines Gedenkjahres, das an Memmingens historisches Bekenntnis zur Freiheit erinnerte.






