DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Raissa LangernDGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schlägt vor, betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer verpflichtend einzuführen. Wie Yasmin Fahimi betont, verfügen derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte über keine Form der betrieblichen Altersversorgung. Der DGB regt zudem an, dass diese von den Arbeitgebern mitfinanziert werden sollte, um die gesetzliche Rente zu ergänzen.
Yasmin Fahimi argumentiert, dass betriebliche Altersvorsorge unverzichtbar sei, um das bestehende staatliche Rentensystem zu stützen. Sie ist überzeugt, dass Arbeitgeberbeiträge dazu beitragen würden, die finanzielle Absicherung der Beschäftigten im Ruhestand zu verbessern.
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, bezeichnete den DGB-Vorschlag als „grundsätzlich sinnvoll“. Als zentralen Grund für den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge führt er den demografischen Wandel an. Gleichzeitig warnt er jedoch, dass verpflichtende Arbeitgeberbeiträge die Lohnnebenkosten spürbar erhöhen könnten.
Fuest verweist zudem auf die schwache wirtschaftliche Perspektive Deutschlands. Er argumentiert, dass es kaum Spielraum für weitere Steigerungen der lohnbezogenen Belastungen gebe, ohne die Unternehmen zusätzlich zu belasten.
Mit seinem Plan will der DGB die betriebliche Altersvorsorge auf Millionen Arbeitnehmer ausweiten. Sollte er umgesetzt werden, müssten Arbeitgeber einen Teil der finanziellen Last tragen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines solchen Schritts bleiben unter Experten jedoch umstritten.






