11 June 2026, 08:26

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus

Der Satiriker Dieter Nuhr hat den Leo-Baeck-Preis erhalten, die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Ehrung würdigt sein Engagement im Kampf gegen Antisemitismus – insbesondere dort, wo dieser oft ignoriert oder verharmlost wird. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis ist nach dem Rabbiner Leo Baeck benannt.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, lobte Nuhr dafür, dass er in der Medienberichterstattung über Israel und das Judentum mit doppelten Standards aufräume. Schuster warf deutschen Medien zugleich vor, in ihrer Berichterstattung antisemitische Erzählmuster zu reproduzieren.

Nuhr nutzte die Bühne, um darauf hinzuweisen, dass Antisemitismus keineswegs nur ein Problem des rechten Rands sei. Er machte dessen Verbreitung auch in Teilen der politischen Linken und unter kulturellen Eliten deutlich. Für diese klare Haltung erhielt er Anerkennung von Ahmed Mansour, einem muslimischen Autor aus Israel, der Nuhr als mutig bezeichnete – weil er Wahrheiten ausspreche, die andere umgingen.

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Zu den früheren Trägern des Leo-Baeck-Preises zählen prominente Persönlichkeiten wie die ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nuhers Auszeichnung unterstreicht seine Rolle bei der Auseinandersetzung mit Antisemitismus über das gesamte politische Spektrum hinweg. Gleichzeitig lenkt die Ehrung den Blick auf anhaltende Sorgen über mediale Verzerrungen in der Debatte über Israel und das Judentum. Der Preis steht für die Notwendigkeit, Vorurteile in all ihren Formen entschieden entgegenzutreten.

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