09 June 2026, 22:36

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verschiebt sich auf 2028 – und kostet Milliarden

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verschiebt sich auf 2028 – und kostet Milliarden

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verzögert sich weiter – Baubeginn erst 2028

Die Pläne zur Elektrifizierung der wichtigen Mitteldeutschland-Verbindung stoßen auf weitere Verzögerungen, wodurch sich der Baubeginn auf 2028 verschiebt. Das Projekt, das als entscheidend für schnellere Verbindungen zwischen Sachsen und Westdeutschland gilt, leidet unter Finanzierungslücken und verlängerten Zeitplänen. Der politische Druck wächst, um Bundesmittel für das längst überfällige Vorhaben zu sichern.

Die Strecke sollte ursprünglich den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet deutlich verbessern. Die vollständige Elektrifizierung, die eigentlich früher abgeschlossen werden sollte, wurde nun auf 2032 verschoben.

Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen bezeichnet die Verbindung als „eine der wichtigsten Schienenachsen für die Region“ und fordert schnellere Fortschritte. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, betonte die Dringlichkeit, den Abschnitt Weimar–Jena–Gera–Gößnitz umgehend zu elektrifizieren und teilweise zweigleisig auszubauen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Bundesverkehrsministerium bestätigte jedoch, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Projekt bereitstehen. Rund 2 Milliarden Euro fehlen bis 2029 in verschiedenen Schienenprojekten, wobei allein der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz mit geschätzten 544 Millionen Euro zu Buche schlägt. Der Baubeginn, der eigentlich in diesem Jahr starten sollte, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die BSW-Fraktion fordert nun verstärkte Bundesinvestitionen, um das Projekt voranzutreiben. Ohne zusätzliche Mittel bleiben Elektrifizierung und Ausbau dieser zentralen Strecke ungewiss.

Die Verzögerungen bedeuten, dass schnellere Zugverbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland Jahre länger auf sich warten lassen als geplant. Da vorerst keine Finanzierung in Sicht ist, hängt die Zukunft des Projekts von der Beschaffung weiterer Mittel ab. Die BSW setzt sich weiterhin für den Ausbau der Strecke ein und betrachtet ihn als unverzichtbar für die regionale Anbindung.

Quelle