09 May 2026, 08:31

Energiewende beschleunigt: Südlink und Südostlink rücken 2027 näher an die Fertigstellung

Straße mit Stromleitungen im Freien, flankiert von grünem Gras und Bäumen, die zu Übertragungstürmen führen

Energiewende beschleunigt: Südlink und Südostlink rücken 2027 näher an die Fertigstellung

Deutschlands Energiewende macht Fortschritte: Zwei große Stromtrassen kommen voran

Die Energiewende in Deutschland nimmt Gestalt an: Mit den Stromtrassen Südlink und Südostlink rücken zwei zentrale Projekte voran, die ab 2027 Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren sollen. Beide Vorhaben hatten mit Verzögerungen zu kämpfen, doch nach Jahren der Planung und Genehmigungsverfahren geht es nun vorwärts.

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Die Südostlink-Trasse, eine 543 Kilometer lange Gleichstromverbindung, erhielt kürzlich die endgültige Freigabe durch die Bundesnetzagentur – damit ist der Weg für den Baubeginn frei. Beim Südlink-Projekt, das sich über 700 Kilometer erstreckt, begannen die Bauarbeiten in Bayern bereits im August vergangenen Jahres, nach mehr als einem Jahrzehnt Vorbereitung.

Proteste hatten die Arbeiten am Südlink jedoch gebremst, vor allem wegen der herkömmlichen offenen Bauweise, die landwirtschaftliche Flächen stark beeinträchtigt. Landwirte und lokale Initiativen lehnen diese Methode ab. Als Alternative testete der Netzbetreiber TenneT daher das Kabelpflugverfahren. Ein Versuch in der Nähe von Landshut zeigte, dass die Methode unter geeigneten Bodenbedingungen präzise funktioniert.

Rund 130 Kilometer des Südlinks verlaufen durch Bayern, davon sollen nun 42 Kilometer im Kabelpflugverfahren verlegt werden. Der Vorteil: Die Flächen können unmittelbar nach der Verlegung wieder genutzt werden, was die Belastung verringert. Politiker, Verbände und Grundbesitzer fordern nun, diese Technik auch beim Südostlink in Bayern einzusetzen.

Die Fertigstellung beider Trassen wird die Kapazitäten Deutschlands zum Transport erneuerbarer Energien deutlich stärken. Südlink und Südostlink sollen 2027 in Betrieb gehen. Der teilweise Umstieg auf das Kabelpflugverfahren soll die Konflikte mit Anwohnern entschärfen – ohne die Projekte vom Zeitplan abzubringen.

Quelle