EU-Agrarsubventionen: Mecklenburg-Vorpommern drohen Millionenverluste durch Kürzungspläne
Frauke MansBackhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - EU-Agrarsubventionen: Mecklenburg-Vorpommern drohen Millionenverluste durch Kürzungspläne
Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern drohen durch geplante Kürzungen der EU-Agrarsubventionen jährliche Verluste von über 160 Millionen Euro. Die Änderungen, die im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2027 vorgesehen sind, sorgen in den Mitgliedstaaten und unter Landwirten für große Besorgnis. Agrarminister Till Backhaus warnt vor schweren Folgen, falls die Pläne umgesetzt werden.
Die Vorschläge der Europäischen Kommission für die GAP nach 2027 beinhalten Obergrenzen und gestaffelte Kürzungen für größere landwirtschaftliche Betriebe. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wären davon über 1.000 Höfe betroffen. Die Einschnitte resultieren aus einer Umverteilung des EU-Haushalts, bei der zunehmend Mittel in Krisenreserven fließen – bedingt durch die Herausforderungen des Klimawandels.
Die Verhandlungen über das neue GAP-Rahmenwerk könnten sich voraussichtlich mindestens zwei Jahre hinziehen. Viele Regionen, darunter Sachsen, fordern höhere Mittel – etwa 48,7 Milliarden Euro für die ländliche Entwicklung – sowie vereinfachte Vorschriften. Gleichzeitig wächst die Rechtsunsicherheit nach jüngsten Gerichtsurteilen zu nitratbelasteten Gebieten, was Landwirte bei der Düngemittelanwendung verunsichert.
Auf der anstehenden Agrarministerkonferenz (AMK) werden Backhaus und Vertreter Brandenburgs klarere, rechtssichere Düngeregeln einfordern. Er drängt auf schnelle Gesetzesanpassungen, um den Landwirten dringend benötigte Planungssicherheit zu geben. Die GAP bleibt das zentrale Instrument der EU für die Entwicklung ländlicher Räume, doch die geplanten Kürzungen gefährden ihre Wirksamkeit bei der Unterstützung der Landwirtschaft.
Sollten die Subventionskürzungen beschlossen werden, könnten der EU-Landwirtschaft hunderte Millionen Euro entzogen werden. Mecklenburg-Vorpommerns Agrarsektor stünde vor einer schweren finanziellen Belastung mit jährlichen Verlusten von über 160 Millionen Euro. Die Ergebnisse der AMK-Beratungen und der laufenden GAP-Verhandlungen werden zeigen, wie diese Herausforderungen bewältigt werden.






