31 May 2026, 16:33

Gauweiler fordert konservatives Bündnis aus CSU und Freien Wählern gegen die Ampel

Gauweiler plädiert für CSU-Allianz mit Freien Wählern im Bundestag

Gauweiler fordert konservatives Bündnis aus CSU und Freien Wählern gegen die Ampel

Peter Gauweiler, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der CSU und langjähriger Bundestagsabgeordneter, hat vor der nächsten Bundestagswahl die Bildung eines neuen politischen Bündnisses gefordert. Sein Vorschlag sieht vor, dass die CSU mit den Freien Wählern eine rechtspopuläre bis konservative Allianz eingeht, um die aktuelle linksgerichtete Bundesregierung herauszufordern.

Gauweiler argumentiert, dass die politische Landschaft Deutschlands den Willen der bürgerlich-konservativen Wähler nicht mehr ausreichend widerspiegle. Die gegenwärtige Regierung, geprägt von linksgerichteten Parteien, vertrete diese Mehrheit nicht, so der Vorwurf. Der Aufstieg der rechtsextremen AfD habe die Unionsparteien (CDU/CSU) immer wieder in Koalitionen mit SPD oder Grünen gedrängt – konservative Wähler hätten dadurch keine echte Alternative mehr.

Laut Gauweiler komme eine Zusammenarbeit mit der AfD weiterhin „nicht infrage“, während die FDP zu schwach sei, um allein eine bürgerlich-konservative Mehrheit zu sichern. Stattdessen verwies er auf Bayern als funktionierendes Vorbild: Dort regiert die CSU seit 2018 gemeinsam mit den Freien Wählern. Ein bundesweites Bündnis könnte diesen Erfolg auf Bundesebene wiederholen, so seine These.

Sein Plan sieht vor, dass die Freien Wähler bei der nächsten Wahl unter dem Namen „Bündnis Freie Wähler/CSU“ antreten. Gauweiler schlägt vor, dass die Freien Wähler die Kandidatinnen und Kandidaten in Wahlkreisen außerhalb Bayerns selbst bestimmen – was ihnen mehr Eigenständigkeit geben würde. Zwar habe der Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, das Profil der Partei geschärft, doch bleibe ihr Einfluss außerhalb Bayerns begrenzt, räumte Gauweiler ein.

Durch die Zusammenarbeit könnten die Wähler einen neuen Grund sehen, die Freien Wähler zu unterstützen, so Gauweiler. Gemeinsam hätten beide Parteien die Chance, endlich eine bürgerlich-konservative Mehrheit im Bundestag zu erringen.

Ziel des Vorhabens ist es, durch die Verbindung der CSU-Erfahrung mit der regionalen Verankerung der Freien Wähler ein stärkeres konservatives Lager zu schaffen. Sollte der Plan umgesetzt werden, würde dies einen strategischen Wandel in der deutschen Politik bedeuten und rechtspopulären bis konservativen Wählern eine geschlossene Alternative zur aktuellen Regierung bieten. Ob das Bündnis gelingt, hängt davon ab, ob sich beide Parteien auf die Bedingungen einigen und ihren Einfluss über Bayern hinaus ausbauen können.

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