09 June 2026, 04:29

Gewerkschaft warnt vor Arbeitszeitreformen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

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Gewerkschaft warnt vor Arbeitszeitreformen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Iris Benner, eine führende Gewerkschaftsvertreterin, hat sich gegen geplante Reformen der Arbeitszeitregelungen ausgesprochen. Die Pläne nannte sie „abwegig“ – besonders für Unternehmen, die bereits mit schwacher Nachfrage zu kämpfen hätten. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase wachsender Sorgen über die wirtschaftliche Stagnation Deutschlands in den vergangenen sechs Jahren.

Benner betonte zudem die Notwendigkeit klarer Zuständigkeiten zwischen Regierung und Parlament bei der Gestaltung der Wirtschaftspolitik. Sie verwies auf die Belastungen der Beschäftigten durch steigende Lebenshaltungskosten, darunter höhere Mieten, Energiekosten und Lebensmittelpreise. Traditionelle Industriepolitik sei ohne faire Wettbewerbsbedingungen nicht mehr wirksam, argumentierte sie.

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Ein weiteres zentrales Thema sei der globale Wettbewerb, insbesondere durch China und die USA. Benner forderte gezielte Industriepolitiken mit klaren Investitionsprioritäten, um Wachstum zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Sie unterstützte konkrete Vorhaben wie die Produktion von grünem Stahl, die Elektromobilität sowie einen reduzierten Industrie-Strompreis, um Arbeitsplätze und regionale Industrien zu schützen.

Zwar zeigte sich Benner offen für eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, lehnte jedoch sowohl pauschale Ausgabenprogramme als auch undifferenzierte Subventionskürzungen ab. Stattdessen plädierte sie für einen ausgewogenen Ansatz, der strategische Investitionen in die industrielle Zukunft Deutschlands in den Mittelpunkt stellt.

Ein Treffen mit den Sozialpartnern hielt Benner für unverzichtbar. Nur durch gemeinsame Lösungen lasse sich die anhaltende wirtschaftliche Schwächephase überwinden und eine nachhaltige Entwicklung sichern. Ihre Position spiegle die Forderung nach präzisen, zukunftsorientierten Maßnahmen wider – statt breiter Reformen. Benners Vorschläge zielen darauf ab, Industriearbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig den globalen Wettbewerb zu bestehen. Ob ihre Ideen in der Wirtschaftspolitik Gehör finden, wird von den nächsten Schritten der Regierung abhängen.

Quelle