Gräfrath-Marktfest führt Eintrittsgeld ein – Senioren fühlen sich ausgeschlossen
Arnd JunckenGräfrath-Marktfest führt Eintrittsgeld ein – Senioren fühlen sich ausgeschlossen
Gräfrath-Marktfest in Solingen führt Eintrittsgeld ein – Seniorenrat übt Kritik
Das Gräfrath-Marktfest in Solingen erhebt nun eine Eintrittsgebühr von 10 Euro – eine Entscheidung, die beim Seniorenbeirat der Stadt auf scharfe Kritik stößt. Die Vertreter argumentieren, dass die Gebühr ältere Bürger unfair ausschließe, insbesondere solche mit kleinen Renten. Ein Rückerstattung von lediglich 2 Euro in Form eines Essensgutscheins milde die Bedenken hinsichtlich der Bezahlbarkeit kaum.
Der Beirat betont, dass viele Senioren in Solingen mit knappen Budgets auskommen müssten, sodass selbst eine moderate Gebühr eine Hürde darstelle. Für alleinlebende ältere Menschen sei das Fest seit langem ein zentraler sozialer Treffpunkt, der seltene Gelegenheiten zum Austausch mit der Gemeinschaft biete. Die neue Kostenregelung, so die Warnung, drohe aus einer offenen Veranstaltung ein exklusives Zahl-Event zu machen.
Die Veranstalter rechtfertigen die Gebühr mit steigenden Sicherheitskosten. Kritiker hinterfragen jedoch, ob die Besucher diese finanzielle Last tragen sollten. Der Seniorenbeirat besteht darauf, dass Alternativen wie gestaffelte Preise, Ermäßigungen für Ältere oder eine stärkere städtische Förderung das Fest wieder für alle zugänglich machen könnten.
Über die aktuelle Debatte hinaus wirft die Frage nach der Teilhabe an lokalen Veranstaltungen grundsätzliche Probleme auf. Angesichts zunehmender Altersarmut fürchtet der Beirat, dass immer mehr Senioren von kulturellen und sozialen Angeboten ausgeschlossen werden.
Der Seniorenbeirat fordert fairere Lösungen, um das Fest inklusiv zu halten. Ohne Änderungen, so die Warnung, würden viele ältere Bürger eine Tradition verpassen, die einst die Gemeinschaft zusammengeführt habe. Die Stadt steht nun unter Druck, vor der nächsten Auflage des Festes die Bezahlbarkeit zu verbessern.






