13 April 2026, 08:33

Gundremmingen sprengt seine legendären Kühltürme – ein Stück Atomgeschichte fällt

Großes Gebäude mit einem zentralen hohen Turm, umgeben von einer Straße, kleinen Pfählen, Pflanzen, Bäumen und anderen Gegenständen, mit zusätzlichen Gebäuden und Kränen im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel; das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi steht kurz vor der Demolierung.

Kühlhaustürme einstürzen - Gundremmingen erlebt spektakuläre Abrissarbeiten - Gundremmingen sprengt seine legendären Kühltürme – ein Stück Atomgeschichte fällt

Zwei gigantische Kühltürme in Gundremmingen werden am Samstag, den 25. Oktober, mittags gesprengt

Die beiden 160 Meter hohen Bauwerke, einst Teil eines bedeutenden Kernkraftwerks, werden bei einer kontrollierten Sprengung in sich zusammenfallen. Die Behörden warnen Zuschauer, Abstand zu halten, da das Gelände weiterhin gefährlich ist.

Die Türme, jeder so hoch wie das Ulmer Münster und mit einem Durchmesser von 139 Metern, dienten einst zur Kühlung des im Stromerzeugungsprozess erhitzten Wassers. Ihr Abriss markiert einen wichtigen Schritt beim Rückbau des Kraftwerks Gundremmingen, das eine zentrale Rolle in der zivilen Atomgeschichte Deutschlands spielte. Die vollständige Stilllegung der beiden Reaktorblöcke wird jedoch voraussichtlich erst um das Jahr 2040 abgeschlossen sein.

Bei der Sprengung werden rund 56.000 Tonnen Stahlbeton zerstört. Experten haben die Detonation so geplant, dass die Türme nach innen kippen und in sich zusammenstürzen. Zur Sicherheit wurde eine Sperrzone eingerichtet – wer sich nach 21 Uhr am Freitagabend darin aufhält, muss mit Bußgeldern von bis zu 3.000 Euro rechnen.

Unterdessen baut der Energiekonzern RWE am Standort ein großes Batteriespeicherkraftwerk auf. Nach seiner Fertigstellung soll es das größte seiner Art in Deutschland sein. Die Behörden erwarten, dass sich viele Schaulustige zur Sprengung einfinden, raten jedoch, Beobachtungspunkte in sicherer Entfernung zur Sperrzone zu wählen.

Mit dem Abriss verschwinden zwei der markantesten Bauwerke des Kraftwerks. Während die Türme fallen, wird sich der Rückbau des gesamten Geländes noch über Jahrzehnte hinziehen. Das neue Batteriespeicherprojekt deutet jedoch auf einen Wandel hin – weg von der Atomkraft, hin zu alternativen Energienutzungen am ehemaligen Kernkraftwerksstandort.

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