Interreligiöser Dialog in München: Gemeinsam gegen HIV-Stigmatisierung bis 2030
Frauke MansInterreligiöser Dialog in München: Gemeinsam gegen HIV-Stigmatisierung bis 2030
Vom 22. bis 26. Juli fand im Münchner Messegelände eine Vorkonferenz zur Internationalen AIDS-Konferenz statt. Bei dieser interreligiösen Veranstaltung trafen sich religiöse Führungspersönlichkeiten, glaubensbasierte Organisationen und Akteure aus verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu zweitägigen Gesprächen. Unter dem Motto „Hoffnung für alle bewahren – bis 2030 und darüber hinaus“ lag der Fokus auf Inklusion und Mitgefühl für Menschen, die von HIV betroffen sind.
Ziel des Treffens war es, nachhaltige Hoffnung und Widerstandsfähigkeit im Kampf gegen die Epidemie zu stärken. Die Veranstalter betonten, dass Glaubensgemeinschaften über bloße Statistiken hinausdenken und das Wohl des Einzelnen in den Mittelpunkt stellen müssten. Besonders berücksichtigt wurden dabei Risikogruppen wie junge Menschen, intravenös Drogenkonsumierende, Sexarbeiter:innen und LGBTQI+-Communities.
Die Teilnehmenden diskutierten Wege, um Brücken zwischen verschiedenen Religionen und Sektoren zu schlagen. Angestrebt wurde eine besser abgestimmte und wirksamere Reaktion auf HIV. Im Mittelpunkt stand zudem die Bedeutung von Würde und Unterstützung als zentrale Elemente eines menschenzentrierten Ansatzes.
Am Ende der Veranstaltung verpflichteten sich die Anwesenden, die einzigartigen Stimmen der Glaubensgemeinschaften stärker hörbar zu machen. Sie sagten zu, Vorurteile und Diskriminierung durch glaubwürdige und konsequente Maßnahmen zu bekämpfen.
Die Vorkonferenz endete mit einem klaren Appell an die Glaubensgruppen, ihr Engagement fortzuführen. Ihre Rolle bei der Unterstützung marginalisierter Gemeinschaften bleibt entscheidend für den Fortschritt. Die getroffenen Zusagen sollen eine inklusivere und mitfühlendere Antwort auf HIV über das Jahr 2030 hinaus prägen.






