Kasachstan investiert 40 Milliarden Euro in Modernisierung von Straßen, Schienen und Flughäfen
Arnd JunckenKasachstan investiert 40 Milliarden Euro in Modernisierung von Straßen, Schienen und Flughäfen
Kasachstan treibt die umfangreiche Modernisierung seines Verkehrsnetzes voran – dies folgt auf eine Reihe hochrangiger Treffen in Deutschland und Europa. Verkehrsminister Marat Karabajew präsentierte Pläne für ein Investitionsprogramm in Höhe von 40 Milliarden Euro, das Straßen, Schienen und Flughäfen umfasst. Der Schritt erfolgt nach Gesprächen mit deutschen Unternehmen und der Unterzeichnung einer zentralen Vereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank (EIB).
Während eines mehrtägigen Besuchs in Deutschland traf Karabajew mit führenden Verkehrsunternehmen zusammen. Am Flughafen München erörterte er mit Vorstandschef Jost Lammers die Erhöhung der Flugfrequenzen. Zudem wurde eine neue Direktverbindung zwischen Schymkent und München angekündigt, die die wachsende luftverkehrstechnische Vernetzung unterstreicht.
Die Liberalisierung des kasachischen Luftraums hat bereits den Fracht- und Logistikverkehr belebt. Später stellte Karabajew auf dem Global Gateway Forum in Brüssel Pläne vor, 22 kasachische Flughäfen und Häfen für europäische Investoren zu öffnen.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit Siemens Mobility und DB Cargo Eurasia standen Eisenbahnprojekte. Stefan Bobsien, Vizepräsident von Siemens, signalisierte Interesse an der Modernisierung des kasachischen Schienennetzes. Andreas Lübs von DB Cargo lotete derweil gemeinsame Frachtinitiativen zwischen kasachischen und europäischen Betreibern aus.
Ein zentraler Schwerpunkt bleibt der transkaspische Transportkorridor, dessen Kapazität Kasachstan bis 2029 auf bis zu 35 Millionen Tonnen ausbauen will. Die EIB unterstützte diese Bestrebungen mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für gemeinsame Infrastrukturinvestitionen.
Die getroffenen Vereinbarungen und Diskussionen markieren einen Schritt hin zu engeren Verkehrsverbindungen zwischen Kasachstan und Europa. Mit den vorgesehenen 40 Milliarden Euro für Modernisierungen soll das Land seine Kapazitäten in den Bereichen Schiene, Luftfahrt und Häfen ausbauen. Die Abkommen sind Teil einer breiter angelegten Initiative, ausländische Investitionen anzuziehen und die regionale Vernetzung zu verbessern.






