Koreanische Patentanwälte besuchen EPA: Einheitspatent im Fokus der Zusammenarbeit
Raissa LangernKoreanische Patentanwälte besuchen EPA: Einheitspatent im Fokus der Zusammenarbeit
Eine Delegation der Korean Patent Attorneys Association (KPAA) besuchte am 29. September 2024 das Europäische Patentamt (EPA) in München. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Stärkung der Zusammenarbeit sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Patentverfahren Europas und Koreas.
EPA-Vizepräsident Christoph Ernst eröffnete die Gespräche mit einem Hinweis auf die wachsende Bedeutung des Einheitspatents für koreanische Unternehmen. Er betonte, dass Samsung 2024 zu den drei weltweit führenden Antragstellern für dieses System gehörte. Koreanische Anmelder beantragten zudem in 18,9 % der förmlichen Fälle die einheitliche Wirkung – fast doppelt so viele wie noch 2023.
Das EPA stellte seinen Qualitätsaktionsplan 2025 vor, der Verbesserungen bei Recherche- und Prüfverfahren vorsieht. Wie mitgeteilt wurde, konnten 2024 85,1 % der Standard-Rechercheberichte fristgerecht erstellt werden. Die Delegation informierte sich zudem über die EPA-Observatoriumsstelle für Patente und Technologie, die Trends in den Bereichen Innovationsfinanzierung, Nachhaltigkeit, Gesundheit und QuantenTechnologien analysiert.
Beide Seiten bekräftigten ihr Interesse an einem fortlaufenden Dialog und vereinbarten, weitere Kooperationsmöglichkeiten für 2026 zu prüfen.
Das Treffen unterstrich das zunehmende Engagement koreanischer Anmelder im System des Einheitspatents. Mit effizienteren Patentverfahren und einem Fokus auf aufstrebende Technologien streben das EPA und die KPAA an, ihre Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter zu vertiefen.






