07 April 2026, 16:32

Kühltürme von Gundremmingen fallen mit gewaltiger Sprengung in sich zusammen

Eine Pilzwolke steigt von einer Kernwaffenexplosion in Nordkorea auf, mit Rauch und Trümmern, die sich über Bäume und Häuser im Hintergrund ausbreiten, begleitet von Text, der sie als Kernkatastrophe kennzeichnet.

Kühltürme von Gundremmingen fallen mit gewaltiger Sprengung in sich zusammen

Zwei gewaltige Kühltürme des Kernkraftwerks Gundremmingen wurden am Dienstag in einer kontrollierten Sprengung abgerissen. Die Detonation markierte einen entscheidenden Moment im Rückbau des Standorts, der nach der endgültigen Abschaltung Ende 2021 begonnen hatte. Die jeweils 160 Meter hohen Türme hatten das Kraftwerk fast vier Jahrzehnte lang in Betrieb unterstützt, bevor sie nun zu Fall gebracht wurden.

Das Kernkraftwerk Gundremmingen beherbergte einst drei Reaktoren: einen Block mit 250 Megawatt Leistung sowie zwei größere Einheiten mit je 760 Megawatt. Die zweiten und dritten Reaktoren gingen 1984 bzw. 1985 in Betrieb. Beide wurden später im Rahmen des deutschen Atomausstiegs stillgelegt – der zweite Ende 2017, der dritte 2021.

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Vor der Sprengung hatten Arbeitskräfte über 4.700 Tonnen Baumaterial vom Gelände entfernt. Durch die Explosion selbst wurden zusätzlich 56.000 Tonnen Stahlbeton zerstört. Behörden bestätigten, dass die Trümmer zu Schotter und Baumaterialien recycelt und wiederverwendet werden.

Der vollständige Rückbau der Anlage läuft nun an; die Fertigstellung wird für die 2030er Jahre erwartet. Diese Phase der Abrissarbeiten stellt den sichtbarsten Schritt beim Abbau der Anlage seit der Betriebseinstellung dar.

Mit dem Abriss der Türme wird der Standort in den kommenden Jahren schrittweise weiter zurückgebaut. Die recycelten Materialien aus der Sprengung sollen für neue Bauprojekte genutzt werden. Deutschlands Atomausstiegsplan bleibt im Zeitplan – Gundremmingen gehört zu den letzten Kraftwerken, die vollständig stillgelegt werden.

Quelle