19 March 2026, 14:49

Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen

Ein selbstbewusster junger Mann in einer schwarzen Jacke posiert vor einem dunklen Hintergrund mit entschlossener Miene.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen

Lamin Leroy Gibba hat aus seinem Herzensprojekt eine preisgekrönte Serie gemacht. Black Fruits, eine Produktion über einen schwarzen, schwulen Mann aus Hamburg, erntet nicht nur Kritikerlob, sondern wurde auch für bedeutende deutsche Fernsehpreise nominiert. Gibba ist nicht nur Hauptdarsteller der Serie, sondern hat sie auch selbst entwickelt und geschrieben – und dabei gekämpft, diese unterrepräsentierte Geschichte auf den Bildschirm zu bringen.

Gibba wuchs als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg auf. Schon früh zeigte sich sein Talent fürs Erzählen und Theater, doch seine Ambitionen stießen auf Widerstände. In Deutschland erlebte er rassistische Diskriminierung am eigenen Leib, etwa als er wegen seiner Hautfarbe von einer Theaterproduktion ausgeschlossen wurde.

Sein Weg änderte sich, als er Schauspiel, Regie und Drehbuch an der New School der New York University studierte. Dort fand er ein vielfältigeres und offeneres Umfeld für schwarze, queere Künstler:innen und traf auf Hollywood-Profis, die ihn inspirierten. Diese Erfahrungen bestärkten ihn darin, Geschichten zu erzählen, die seine eigene Identität widerspiegeln.

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Nach seinem Umzug nach Berlin entwickelte Gibba Black Fruits, eine Serie über Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann, der sich durchs Leben in Hamburg kämpft. Die Branche lehnte das Projekt zunächst als zu "nischig" ab, doch Gibba setzte sich durch – kämpfte um Förderung und Unterstützung. Trotz der Hindernisse feierte er erste Erfolge, etwa einen Platz auf der Forbes-Liste 30 Under 30 und einen Preis für einen Kurzfilm.

Mittlerweile hat die Serie ihr Publikum gefunden und wird für ihren natürlichen Dialog sowie die schonungslose Darstellung von Rassismus, Sexismus und Homophobie gefeiert. Ihr Erfolg wurde mit einer Nominierung für den Grimme-Preis gewürdigt – wenn auch nur Gibba persönlich bedacht wurde – sowie mit dem Blauer Panther bei den Bayerischen Fernsehpreisen.

Black Fruits schließt eine lange ignorierte Lücke im deutschen Fernsehen, indem es queeren, schwarzen Perspektiven eine Stimme verleiht. Die Erfolge der Serie – darunter der Blaue Panther und Gibbas Grimme-Preis-Nominierung – unterstreichen ihren Einfluss auf die Branche. Mit ehrlichem Storytelling und scharfem Drehbuch setzt die Serie neue Maßstäbe für Repräsentation auf dem Bildschirm.

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