Landshuts Natur schlägt zurück: Wie der LPV 2024 trotz Geldsorgen Arten rettete
Raissa LangernLandshuts Natur schlägt zurück: Wie der LPV 2024 trotz Geldsorgen Arten rettete
Naturschutz im Landkreis Landshut verzeichnet 2024 beachtliche Fortschritte – trotz finanzieller Herausforderungen
Die Naturschutzbemühungen in der Region Landshut haben im Jahr 2024 trotz bevorstehender Finanzierungsschwierigkeiten bemerkenswerte Erfolge erzielt. Der Landshuter Landschaftspflegeverband (LPV) hat Projekte von der Vogelschutzarbeit bis zur Schaffung von Amphibienlebensräumen vorangetrieben – stets unter Einbindung der lokalen Bevölkerung und mit neuen Partnerschaften.
Ein besonderer Erfolg gelang im Mettenbach-Grießenbacher Moos, wo ein elektrifizierter Zaun errichtet wurde, um bodenbrütende Vögel zu schützen. Dank dieser Maßnahme konnten drei geschützte Nester erfolgreich bewacht werden, aus denen sieben Jungvögel schlüpften. Gleichzeitig erweiterte der LPV sein Engagement für Amphibien, indem an mehreren Standorten neue Laichgewässer angelegt wurden. In diese Initiative flossen rund 40.000 Euro.
Darüber hinaus schloss der Verband einen Naturschutzvertrag für die Streuobstwiesen in Wörnstorf ab. Darin vereinbart sind naturschonende Mahdmethoden sowie der Erhalt bestehender Obstbäume. Dies baut auf früheren Erfolgen auf: Allein 2024 wurden 472 Obstbäume gepflanzt, zudem entstanden über fünf Hektar Blumenwiesen im Rahmen des Projekts „Landshut blüht auf“.
Entlang der Großen Vils arbeitete der LPV mit lokalen Gruppen zusammen, um Laichplätze für Fischarten wie Nase und Barbe wiederherzustellen. Ein weiteres zentrales Vorhaben, „Ochsen in der Ochsenau“, dokumentierte seltene Tier- und Pflanzenarten und erweiterte gleichzeitig ein Bewirtschaftungskonzept mit Beweidung im Naturschutzgebiet. Auch die finanzielle Situation des Verbandes hat sich stabilisiert: 2024 erzielte der LPV einen sechsstelligen Umsatz, unter anderem durch eine neue Kooperation mit TenneT im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen für die Stromtrasse Südostlink.
Doch für 2025 wurden die Mittel gekürzt, sodass viele geplante Projekte auf 2026 verschoben werden müssen. Dennoch wächst das öffentliche Interesse am Naturschutz – getrieben durch den Einsatz von Ehrenamtlichen, die aktive Bürgerbeteiligung und eine transparente Öffentlichkeitsarbeit des LPV.
Die Bilanz des Jahres 2024 zeigt: Trotz Fortschritten bleiben Herausforderungen. Angesichts der reduzierten Förderung wird der Verband künftig noch stärker auf freiwilliges Engagement und Partnerschaften setzen müssen. Die erfolgreichen Projekte – vom Artenschutz bis zur Fließgewässerrenaturierung – beweisen jedoch, wie wirksam lokales Handeln für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region ist.






