Manuel Neuer fordert strengere Regeln – und verrät, warum er nie Feldspieler wurde
Frauke MansBayern-Torwart Neuer will weniger Zeitspiel an Ecken - Manuel Neuer fordert strengere Regeln – und verrät, warum er nie Feldspieler wurde
Torhüter im Fußball müssen sich nun strengen Regeln gegen Zeitspiel unterwerfen. Eine neue Vorschrift begrenzt die Ballhaltezeit auf nur noch acht Sekunden – andernfalls droht ein Eckball für die gegnerische Mannschaft. Manuel Neuer von Bayern München hat sich zu der Änderung geäußert und schlägt weitere Reformen vor, um das Spiel zu beschleunigen.
Die Acht-Sekunden-Regel für Torhüter wurde eingeführt, um Verzögerungen zu minimieren. Hält ein Schlüsselfeldspieler den Ball länger, erhält das gegnerische Team einen Eckball. Neuer, der 2011 mit 25 Jahren von Schalke 04 zu Bayern wechselte, befürwortet Maßnahmen gegen Zeitspiel. Seiner Meinung nach wünschen sich die Fans mehr Action und weniger Unterbrechungen.
Neuer regte zudem an, Zeitlimits auch auf Abstoß und Eckbälle auszuweiten. Diese Spielsituationen würden das Tempo oft unnötig verlangsamen, argumentierte er. Über die Regeldebatte hinaus blickte der erfahrene Torwart auf seine eigene Karriere zurück. Obwohl er stets im Tor stand, spekulierte er darüber, wie es gewesen wäre, auf dem Feld zu spielen – etwa als Innenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler, ähnlich wie einst Javi Martínez.
Auf die Frage, ob er in einer anderen Rolle erfolgreich gewesen wäre, gab Neuer zu, dass dies vielleicht in einer unterklassigen Mannschaft möglich gewesen wäre. Ein ballbesitzstarkes Team in der dritten Liga hätte zu seinen Fähigkeiten passen können. Dennoch hat er seine gesamte Laufbahn – von der Jugend bis zu Bayern – zwischen den Pfosten verbracht.
Die neue Acht-Sekunden-Regel soll für flüssigere Spiele sorgen. Neuers Forderung nach strengerer Zeitnahme bei Standards könnte weitere Änderungen anstoßen. Seine Äußerungen geben zudem einen seltenen Einblick, wie einer der besten Torhüter der Fußballgeschichte das Spiel jenseits seiner eigenen Position sieht.
Die Herkunft und Einführung der 8-Sekunden-Regel
Die 8-Sekunden-Regel für Torhüter stammt von einer kürzlichen IFAB-Entscheidung in Belfast. Wichtige Details sind:
- Die Regel gilt erstmals bei der Club-Weltmeisterschaft am 14. Juni.
- Schiedsrichter müssen die verbleibenden fünf Sekunden sichtbar signalisieren.
- Die Änderung behebt die ungleichmäßige Durchsetzung der bisherigen 6-Sekunden-Grenze.