Tote Greifvögel am Inn gefunden - Polizei ermittelt - Massensterben von Greifvögeln in Simbach: Giftköder im Verdacht
Siebzehn tote Greifvögel in Simbach bei Landau entdeckt – Verdacht auf Vergiftung
Früher diesen Sommer wurden in Simbach bei Landau siebzehn tote Greifvögel aufgefunden. Die Behörden gehen nun von einer Vergiftung aus und ermitteln gegen einen 64-jährigen Ortsansässigen, der im Verdacht steht, illegale Köder ausgelegt zu haben.
Die ersten Kadaver wurden in Simbach entdeckt, einer kleinen Gemeinde nahe der österreichischen Grenze. Später fand man vier weitere tote Vögel auf einer Brücke über den Inn im benachbarten Neuhaus am Inn. Die Polizei vermutet, dass die Tiere Carbofuran aufgenommen haben könnten – ein längst in der EU verbotenes Pestizid.
Alle Greifvögel in Deutschland stehen unter strengem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Wer sie tötet oder fängt, macht sich strafbar und muss mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren oder hohen Geldbußen rechnen. Der Fall wird als mutmaßlicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz behandelt.
Die Polizei arbeitet mit der Staatsanwaltschaft zusammen, um zu klären, wo die Kadaver untersucht werden sollen. Trotz laufender Tests bleibt die genaue Todesursache vorerst ungeklärt.
Die Ermittlungen zur mutmaßlichen Vergiftung der Vögel dauern an. Bei einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten schwere Strafen nach den Artenschutzbestimmungen. Der Fall zeigt erneut, welche Gefahren von illegalen Pestiziden für geschützte Tierarten ausgehen.






