05 June 2026, 16:48

Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch Berlins Senat will ihn abberufen

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch Berlins Senat will ihn abberufen

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, zieht seinen Rücktritt zurück – nach wochenlanger Spekulation über seine Zukunft. Der Schritt erfolgt, während die Behörden seine Verbindungen zu einer inzwischen insolventen Beratungsfirma prüfen. Unterdessen treibt der Senat die Pläne voran, ihn bis Dienstag abzuberufen.

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Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diese Entscheidung jedoch nach scharfer Kritik an Medienberichten revidiert. Er bezeichnete die Vorwürfe gegen sich als haltlos und beklagte, dass die anhaltenden Gerüchte ohne Belege verbreitet würden.

Die Staatsanwaltschaft Dresden untersucht derzeit seine Rolle beim Zusammenbruch der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Parallel prüft die Deutsche Rentenversicherung, ob das Unternehmen Sozialabgaben vorenthalten hat.

Hundt war bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer für die SDC tätig, besaß jedoch keine Unternehmensanteile. Bei einer anderen Firma, der Humboldt Capture Germany GmbH, übte er lediglich ein externes Direktorenamt aus.

Im Falle einer Abberufung stünde ihm eine Abfindung von rund 72.000 Euro zu – entsprechend sechs Monatsgehältern. Das Senatverfahren zur Entlassung soll unabhängig von Hundts Rückzug bis Dienstag abgeschlossen werden. Die Ermittlungen zur SDC Sachsen Digital Consulting GmbH laufen derweil weiter. Eine mögliche finanzielle Regelung würde sich an den üblichen öffentlichen Dienstbestimmungen orientieren.

Quelle