17 April 2026, 04:31

Mobilitätsdatengesetz 2026: Wie Deutschland den Verkehr revolutionieren will

Ein belebter Flughafen mit Reisenden, die gehen und Gepäck tragen, sowie einem Schild für "Zoom Video, Phone & Conference Rooms" und einer Abflugtafel im Hintergrund.

Mobilitätsdatengesetz 2026: Wie Deutschland den Verkehr revolutionieren will

Neues Mobilitätsdatengesetz soll Reiseverkehr in Deutschland revolutionieren

Ein neues Mobilitätsdatengesetz soll den Verkehr in Deutschland grundlegend verändern, indem es den Zugang zu Verkehrsinformationen verbessert. Das Gesetz regelt die Datennutzung und den Austausch von Informationen im öffentlichen Nahverkehr, bei Taxis und Carsharing-Diensten. Ziel ist es, intermodale Reisen – also die Kombination verschiedener Verkehrsmittel – für Fahrgäste im ganzen Land einfacher und effizienter zu gestalten.

Das Gesetz soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten, sofern es die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhält. Die finalen Details werden voraussichtlich bis Anfang 2025 feststehen. Die Umsetzung erfolgt über die bestehende nationale Plattform Mobilithek, die als zentrale Drehscheibe für Mobilitätsdaten dient.

Fünf Kernmaßnahmen bilden das Herzstück der Regelung: Dazu gehören die Gewährleistung hochwertiger Daten, die Einrichtung einer Koordinierungsstelle sowie die Schaffung eines einheitlichen Rahmens für die Datenbereitstellung. Zudem soll das Gesetz neue Geschäftsmodelle ermöglichen und gleichzeitig umweltfreundlichere Reiseoptionen fördern.

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Die Reaktionen auf das Gesetz fallen gemischt aus: Der Bundesverband Carsharing (BCS) kritisiert die geplante Open-Data-Pflicht und warnt, diese könnte den deutschen Carsharing-Markt destabilisieren. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hingegen begrüßt, dass Fahrzeugdaten von den Regelungen ausgenommen bleiben. Der VDA schlägt vor, Datennutzer zu registrieren und sie an Qualitätsstandards für bestimmte Datentypen zu binden.

Branchenexperten sehen in den neuen Vorschriften Chancen: Der Berater Philipp Grosche ist überzeugt, dass das Gesetz insbesondere der Automobilbranche zugutekommen könnte – etwa bei autonomem Fahren und intermodalen Reiseketten. Das Thema wird auch auf dem anstehenden Mobility Circle in München eine Rolle spielen, wo Stefan Bratzel am 6. November den Mobility Services Report vorstellen wird.

Das Mobilitätsdatengesetz wird die Art und Weise standardisieren, wie Verkehrsdatensätze in Deutschland geteilt werden. Bei einer Verabschiedung tritt es 2026 in Kraft, mit der Mobilithek als zentraler Plattform. Wie stark sich das Gesetz auswirkt, hängt davon ab, wie Unternehmen und Aufsichtsbehörden die neuen Anforderungen umsetzen.

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