München bleibt ungeschlagen: 22 Euro pro Quadratmeter – warum die Mieten weiter steigen
Frauke MansMünchen bleibt ungeschlagen: 22 Euro pro Quadratmeter – warum die Mieten weiter steigen
München bleibt Deutschlands teuerste Stadt für Mieter, wobei die Preise in den vergangenen fünf Jahren stetig gestiegen sind. Neue Mietverträge kosten mittlerweile etwa 20 bis 22 Euro pro Quadratmeter – deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Trotz jüngster Regelungen zur Dämpfung der Preisanstiege ermöglichen Schlupflöcher und Ausnahmen Vermietern weiterhin, in bestimmten Fällen höhere Kosten durchzusetzen.
Zwischen 2021 und 2026 sind die Mieten in München stark angestiegen. Die Preise für Neuverträge erhöhten sich seit Ende 2024 um etwa 3,7 Prozent, inflationsbereinigt um 1,84 Prozent. Die durchschnittlichen Mietkosten liegen nun bei 20 bis 22 Euro pro Quadratmeter – und damit deutlich vor Berlin, Hamburg und anderen Großstädten. Bundesweit stiegen die Mieten von 2020 bis Anfang 2025 um 8,8 Prozent, doch die Steigerungen bei Neuverträgen in München übertreffen diesen Trend deutlich.
Neue Vorschriften begrenzen, wie viel Vermieter verlangen dürfen. Bei neuen Verträgen darf die Miete den örtlichen Richtwert um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten. Innerhalb von drei Jahren sind Mieterhöhungen auf insgesamt 15 Prozent gedeckelt. Mieter können zudem überhöhte Forderungen anfechten und zu viel gezahlte Beträge zurückverlangen, wenn die Miete gegen die Regeln verstößt.
Doch nicht alle Wohnungen unterliegen diesen Beschränkungen. Die Obergrenze gilt nicht für Neubauten, umfassend modernisierte Wohnungen oder indexgebundene Mieten. Auch Staffelmietverträge sind von den Regelungen ausgenommen. Manche Vermieter versuchen, die Vorschriften zu umgehen, indem sie möblierte Wohnungen vermieten – allerdings darf rechtlich nur der Wert der Einrichtung, etwa 2 Prozent pro Monat, auf die Miete aufgeschlagen werden.
Münchens Mietmarkt bleibt trotz der Bemühungen, das Preiswachstum zu bremsen, der teuerste Deutschlands. Zwar bieten die neuen Deckelungen einen gewissen Schutz, doch Ausnahmen und Umgehungsmöglichkeiten ermöglichen es Vermietern weiterhin, in bestimmten Fällen die Kosten zu erhöhen. Mieter haben zwar klarere Rechte, um ungerechtfertigte Forderungen anzufechten, doch die hohe Nachfrage in der Stadt treibt die Mieten weiterhin nach oben.






