Münchner Start-up Sitegeist revolutioniert das Baugewerbe mit KI-Robotern
Frauke MansMünchner Start-up Sitegeist revolutioniert das Baugewerbe mit KI-Robotern
Sitegeist: Münchner Start-up revolutioniert das Baugewerbe mit intelligenter Robotik
Das ehemalige Aiina Robotics firmiert nun unter dem Namen Sitegeist – ein junges Unternehmen, das den Bausektor mit künstlicher Intelligenz und Robotik grundlegend verändern will. Gegründet von vier Absolventen der Technischen Universität München mit Schwerpunkt Robotik und KI, setzt sich das Team zum Ziel, die Produktivität zu steigern und den Fachkräftemangel in der Branche zu lindern. Als erstes Projekt automatisiert Sitegeist das Hochdruck-Wasserstrahlen bei Betonsanierungen – eine bisher extrem arbeitsintensive Tätigkeit.
Die Idee zu Sitegeist entstand, als Julian Hoffmann, Claus Carste, Lena Pätzmann und Nicola Kolb sich während ihres Masterstudiums kennenlernten. Gemeinsam entwickelten sie die Vision modularer Roboter, die sicher Seite an Seite mit menschlichen Arbeitskräften eingesetzt werden können. Ihre Technologie ermöglicht nun erstmals die Automatisierung komplexer Oberflächenarbeiten – ein Novum für die Baubranche.
Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit der Sitegeist-Roboter, sich in unvorhersehbaren Umgebungen zu bewegen. Fortschrittliche Sicherheitssysteme gewährleisten, dass sie ohne Risiko in unmittelbarer Nähe zu Menschen arbeiten können. Innerhalb des nächsten Jahres will das Team ein marktreifes Produkt für den Einsatz auf realen Baustellen finalisieren.
Langfristig plant Sitegeist, seine Rolle bei Gebäudesanierungen auszubauen. In den kommenden fünf Jahren sollen autonome Systeme entstehen, die ein breites Spektrum an Renovierungsarbeiten unterstützen. Die größte Herausforderung bleibt jedoch, Roboter zu konstruieren, die den extremen Bedingungen auf Baustellen standhalten – von Hitze und Kälte bis zu Staub und Erschütterungen.
Mit ihren Innovationen könnte Sitegeist das Baugewerbe schneller, sicherer und effizienter machen. Durch die Automatisierung anspruchsvoller Tätigkeiten wie der Betonsanierung hofft das Unternehmen, den Fachkräftemangel zu mildern. Ob der Durchbruch gelingt, hängt nun davon ab, ob es den technischen Hürden in den nächsten Monaten begegnen kann.






