14 June 2026, 12:27

Nastassja Kinski scheitert mit Forderung nach Streichung problematischer Filmszene aus den 70ern

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Nastassja Kinski scheitert mit Forderung nach Streichung problematischer Filmszene aus den 70ern

Die Debatte um die Darstellung junger Schauspieler in umstrittenen Filmen ist erneut entfacht. An Fahrt gewann die Diskussion, nachdem Nastassja Kinskis langjähriger Antrag, eine Szene aus Wim Wenders’ Film Falsche Bewegung von 1975 zu entfernen, öffentlich abgelehnt worden war. Die Aufführung des Films im Frankfurter Filmmuseum im März rückte sein problematisches Erbe wieder in den Fokus.

Jahre lang hatte Kinski gefordert, die Szene – in der sie mit 13 Jahren halb entblößt zu sehen ist – zu streichen. Erst als Wenders ihren Wunsch öffentlich zurückwies, erhielt ihre Forderung größere Aufmerksamkeit. Später entschuldigte sich der Regisseur bei ihr, zog den Film aus dem Verkehr und räumte ein, dass die Kritik berechtigt sei.

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Die Debatte zeigt unterschiedliche Standpunkte auf, wie mit solchen Inhalten umgegangen werden soll. Manche argumentieren, Filme könnten ohne Verlust ihrer künstlerischen Integrität bearbeitet werden, andere bestehen auf der Bewahrung des Originals. Auch Schauspielerinnen wie Brooke Shields haben sich zu ihrem Unbehagen über frühere Rollen geäußert – etwa ihre Darstellung einer elfjährigen Kindesprostitutierten in Pretty Baby – und moralische Bedenken geäußert. Natalie Portman, Dakota Fanning und Kirsten Dunst haben ebenfalls ihre Verunsicherung darüber zum Ausdruck gebracht, wie ihre frühen Auftritte heute wahrgenommen werden.

Nicht alle Schauspieler teilen diese Haltung. Jodie Foster etwa sprach gelassen über ihre Rolle mit zwölf Jahren in Taxi Driver. Mittlerweile hat sich die Diskussion von der Skandalisierung entfernt und konzentriert sich stattdessen auf die Kennzeichnung oder Einordnung problematischer Szenen als vorübergehende Lösung. Langfristig geht es darum, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, warum solche Darstellungen problematisch sind.

Die Auseinandersetzung um Falsche Bewegung hat eine breitere Reflexion über den Umgang mit jungen Schauspielern im Film angestoßen. Wenders’ Entscheidung, den Film zurückzuziehen, markiert einen Schritt in Richtung Aufarbeitung. Die Debatte dauert an – mit Forderungen nach einem stärkeren Bewusstsein für die ethischen Implikationen solcher Darstellungen.

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