Neues Gymnasium in Obertraubling soll Schulnot im Landkreis lindern
In Obertraubling soll ein drittes Kreisgymnasium entstehen – der Schulausschuss hat den Bau nun befürwortet. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund massiver Überlastung an den bestehenden Schulen, wo die Schülerzahlen bis 2034 stark ansteigen dürften. Als idealer Standort wurde ein kreiseigenes Grundstück in Obertraubling identifiziert.
Der Bedarf an einer neuen Schule wurde offensichtlich, da die bisherigen Erweiterungen an ihre Grenzen stoßen. Das Gymnasium Neutraubling kann kein weiteres Wachstum mehr aufnehmen, während die Realschule Obertraubling aufgrund von Überbelegung noch immer strukturelle Nachrüstungen benötigt. Prognosen gehen von einem deutlichen Schülerzuwachs aus: Bis 2034 werden in Neutraubling 840 zusätzliche Schüler erwartet, in Lappersdorf 445.
Der Standort Obertraubling bietet entscheidende Vorteile. Durch die Nähe zu Regensburg entlastet er die Schulen in Burgweinting und Harting. Im Gegensatz zu anderen Vorschlägen entfallen hier langwierige Verhandlungen mit Nachbargemeinden, da das Grundstück bereits im Besitz des Landkreises ist.
Parallel laufen weitere Projekte, um den wachsenden Bedarf zu decken. Am Gymnasium Lappersdorf entstehen derzeit acht zusätzliche Klassenzimmer, langfristig sind 50 weitere geplant. Zudem soll in Regenstauf ein neues Schulschwimmbad für 19,5 Millionen Euro gebaut werden, dessen Fertigstellung für Anfang 2027 vorgesehen ist.
Das neue Gymnasium in Obertraubling wird helfen, den steigenden Schülerzahlen im Landkreis gerecht zu werden. Angesichts der voll ausgelasteten Schulen passt das Vorhaben in die Strategie des Landkreises, die Bildungsinfrastruktur gezielt auszubauen. Da das Grundstück bereits in Kreishand ist, können Verzögerungen durch externe Verhandlungen vermieden werden.






