29 April 2026, 16:48

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Kritik

Plakat für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 in Seefeld, Schweiz, das eine schneebedeckte Landschaft mit Skifahrern, Pferden, Fahnen, Gebäuden, Bäumen und Text zeigt.

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Kritik

Norwegens Biathlon-Team in der Kritik wegen Helikopter-Flugs zum LOOP ONE Festival in München

Die norwegische Biathlon-Mannschaft steht in der Kritik, nachdem sie für einen Besuch des LOOP ONE Festivals in München einen Helikopter genutzt hat. Die Reise unterbrach ihr Höhenlagertraining in Italien und löste eine Debatte über ökologische Verantwortung im Sport aus. Politiker und Athleten haben sich seitdem zu der Kontroverse geäußert.

Die norwegischen Biathlon-Stars, darunter der Gesamt-Weltcup-Sieger Sturla Holm Lægreid, flogen per Helikopter von ihrem Trainingslager in Italien nach München. Ziel war es, die verlorene Trainingszeit so gering wie möglich zu halten, während sie am Festival teilnahmen. Zwar verlief die Veranstaltung erfolgreich, doch die Wahl des Transportmittels sorgte umgehend für Empörung.

Die Grünen-Politikerin Frøya Sjursæther verurteilte die Entscheidung und argumentierte, die Mannschaft hätte Umweltprinzipien über ein einzelnes Rennen stellen müssen. Sie behauptete, ihr Handeln gefährde die Zukunft ihres eigenen Sports. Teammanager Per Arne Botnan verteidigte den Schritt mit der Begründung, dass der Sport manchmal Vorrang haben müsse.

Lægreid räumte die Spannung zwischen Spitzensport und Nachhaltigkeit ein und scherzte, der Sender TV2 hätte sie stattdessen auch per Videocall interviewen können. Er gab zu, dass Hochleistungssport und Umweltbelange nicht immer vereinbar seien. Botnan verwies zudem auf die Bemühungen des Norwegischen Biathlon-Verbands, den klimatischen Fußabdruck der Mannschaft während der Saison zu verringern.

Der Helikopter-Flug hat die Diskussion neu entfacht, wie sich sportliche Leistung und ökologische Verantwortung in Einklang bringen lassen. Zwar kehrte das Team zügig ins Training zurück, doch der Vorfall wirft Fragen für künftige Reiseentscheidungen auf. Funktionäre und Athleten stehen nun unter Druck, ihr Handeln stärker an Nachhaltigkeitszielen auszurichten.

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