Politische Gewalt in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekord mit 85.837 Straftaten
Gotthilf WellerPolitische Gewalt in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekord mit 85.837 Straftaten
Politisch motivierte Kriminalität in Deutschland erreicht 2025 neuen Höchststand
Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland mit insgesamt 85.837 Straftaten einen neuen Rekord bei politisch motivierter Kriminalität – ein Anstieg von etwa 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen zeigen deutliche Zunahmen sowohl bei linker als auch bei rechter Gewalt sowie einen besorgniserregenden Anstieg von Hasskriminalität.
Linksextreme Gewalt nimmt stark zu Die Gewalt von links stieg sprunghaft an: 1.087 Vorfälle wurden registriert, was einem Plus von 42,65 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Bayerns CSU-Innenminister Alexander Dobrindt hatte wiederholt vor der wachsenden Bedrohung durch die linke Szene gewarnt. Diese „mobilisiere sich zunehmend“ und steigere gewalttätige Auseinandersetzungen in der Gesellschaft, so Dobrindt. Als Reaktion kündigte er an, die Bekämpfung des Linksextremismus zu verschärfen und strengere Strafen für Widerstand gegen Polizeibeamte durchzusetzen.
Rechtsextreme und hassmotivierte Straftaten auf Rekordniveau Auch die Gewalt von rechts erreichte 2025 mit 1.598 Delikten einen neuen Höchststand. Insgesamt entfielen 53 Prozent aller politisch motivierten Straftaten auf den rechtsextremen Bereich. Das Bundeskriminalamt (BKA) erfasste 22.159 Hassdelikte, darunter einen deutlichen Anstieg anti-LSBTIQ+-motivierter Taten (plus 12 Prozent) und frauenfeindlicher Gewalt (plus 46,7 Prozent). Fremdenfeindliche Vorfälle beliefen sich allein auf 19.484 Fälle. BKA-Präsident Holger Münch führte den Anstieg der Hasskriminalität auf Online-Radikalisierung und Propaganda zurück.
Behörden reagieren mit verschärften Maßnahmen Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei politisch motivierten Straftaten, wobei beide extremistischen Lager zur Zunahme beitragen. Die Behörden konzentrieren sich nun auf strengere Vorkehrungen – insbesondere gegen Linksextremismus und digitale Radikalisierung. Die Zahlen unterstreichen die wachsende Herausforderung für Strafverfolgungsbehörden und Politiker, gewalttätige und hassgetriebene Straftaten einzudämmen.






