Polizei stoppt illegales Schanzenfest in Emskirchen mit Großrazzia und Festnahme
Arnd JunckenPolizei stoppt illegales Schanzenfest in Emskirchen mit Großrazzia und Festnahme
Großrazzia in Emskirchen nach verbotener Massenversammlung am Altschauerberg
Am 9. August 2025 kam es in Emskirchen zu einem großangelegten Polizeieinsatz, nachdem Tausende ein Versammlungsverbot ignoriert hatten und sich in der Nähe des Altschauerbergs sammelten. Das als Schanzenfest bekannte Treffen war trotz eines behördlichen Verbots für Veranstaltungen mit mehr als acht Personen über soziale Medien organisiert worden.
Gegen Mittag begannen sich Menschen in der Nähe eines örtlichen Supermarkts zu versammeln, bevor sie in Richtung Altschauerberg weiterzogen. Am Nachmittag hatten sich bis zu 4.000 Personen in der gesperrten Zone eingefunden. Die Polizei, darunter Einsatzhundertschaften aus Mittelfranken sowie berittene Einheiten, sperrte die Zufahrtswege ab und sorgte für Ordnung.
Während des Einsatzes sahen sich die Beamten verbalen Beleidigungen, Sachbeschädigungen und körperlichem Widerstand ausgesetzt. Unbekannte zündeten wiederholt Feuerwerkskörper im angrenzenden Wald, während ein 20-jähriger Mann sich durch das Einschlagen einer Scheibe Zugang zu einer Jagdhütte verschaffte und dabei schwere Handverletzungen erlitt. Bei entsprechendem Tatverdacht wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Gegen 16:30 Uhr hatte sich der Großteil der Menge aufgelöst. Die Polizei blieb vor Ort und kontrollierte die Personalien von etwa 100 verbleibenden Personen. Ein 16-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig in Zusammenhang mit den Vorfällen festgenommen.
Der Einsatz endete mit mehreren registrierten Straftaten und einer Festnahme. Die Behörden hatten das präventive Versammlungsverbot erlassen, um die Zusammenkunft zu verhindern – dennoch versuchten Teilnehmer, das Gelände zu erreichen. Die Ermittlungen zu den Vorfällen, darunter Sachbeschädigungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, laufen weiterhin.






