Premium-Platz neben der Bordtoilette: Warum SAS keine Entschädigung zahlt
Raissa LangernPremium-Platz neben der Bordtoilette: Warum SAS keine Entschädigung zahlt
Ein Passagier der Scandinavian Airlines (SAS) forderte 170 Euro Entschädigung, nachdem sein "Premium"-Platz direkt neben einer Bordtoilette lag. Er behauptete, die ständigen Warteschlangen und der Lärm hätten seinen Flug beeinträchtigt – doch sowohl die Fluggesellschaft als auch eine Regulierungsbehörde wiesen seine Forderung zurück.
Der Mann, der mit SAS geflogen war, argumentierte, die Platzierung seines Sitzes habe die Reise unangenehm gemacht. Er beschrieb lange Schlangen von Passagieren vor der Toilette, die ihn in engen Kontakt mit anderen zwangen. Zudem beklagte er sich über Mitreisende, die in seiner Nähe Blähungen abließen, während er aß, und nannte das Erlebnis "ruiniert".
SAS wies die Beschwerde zurück und betonte, es habe während des Fluges keine ungewöhnlichen Vorfälle gegeben. Die Airline beharrte darauf, dass der Service den üblichen Standards für ein "Premium"-Ticket entsprochen habe.
Der Passagier brachte den Fall daraufhin vor die Schlichtungsstelle der Aufsichtsbehörde. Diese entschied gegen eine Entschädigung und unterstützte damit die Position von SAS. Die Passagierrechteorganisation Flightright bestätigte, dass solche Beschwerden nur selten Anspruch auf Ausgleichszahlungen hätten. Sie riet, die Beförderungsbedingungen der Airline zu prüfen, um zu klären, was ein "Premium"-Platz tatsächlich beinhaltet.
Sowohl SAS als auch die Schlichtungsstelle lehnten die Forderung nach 170 Euro ab. Weitere Schritte werden nicht eingeleitet, da der Fall die Kriterien für eine Entschädigung nicht erfüllt. Die Richtlinien der Airline zu Sitzplatzvergaben bleiben unverändert.






