Prorussische Hacker legen Bundesbeschaffungsportal mit DDoS-Attacke lahm
Raissa LangernProrussische Hacker legen Bundesbeschaffungsportal mit DDoS-Attacke lahm
Eine prorussische Hackergruppe hat mit einem Cyberangriff vorübergehend das Bundesbeschaffungsportal Deutschlands lahmgelegt. Die Attacke zwang die Website offline, doch Behörden bestätigten, dass keine Daten gestohlen wurden. Mittlerweile ist der Zugang zur Plattform wiederhergestellt worden.
Der Angriff erfolgte, nachdem die Gruppe ihre Wut über die Lieferung deutscher Patriot-Luftabwehrsysteme an die Ukraine geäußert hatte. Mit sogenannten Distributed-Denial-of-Service-Angriffen (DDoS) überfluteten die Angreifer das Beschaffungsportal mit gefälschten Zugriffsanfragen und überlasteten so die Server. Das Bundesinnenministerium sprach von einem "IT-Sicherheitsvorfall", betonte jedoch, dass keine sensiblen Informationen kompromittiert wurden.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte die Störung und arbeitete mit den Betreibern des Portals zusammen, um das Problem zu beheben. Neben der Bundesseite griffen die Hacker auch das Landesbeschaffungsportal Bayerns, die Website des Landtags von Sachsen-Anhalt sowie mehrere Polizeibehörden desselben Bundeslandes an. Sicherheitskreise bestätigten später, dass es sich lediglich um vorübergehende Ausfälle handelte und es keine Hinweise auf tiefgreifendere Systemeinbrüche gebe.
Das Beschaffungsportal dient als zentrale Plattform für öffentliche Ausschreibungen und verwaltet Verträge für Behörden und Institutionen. Die Ausfallzeit führte zu Verzögerungen, beeinträchtigte jedoch keine laufenden Verträge oder Finanztransaktionen.
Die Dienste des Bundesbeschaffungsportals sind inzwischen vollständig wiederhergestellt. Die Ermittlungen zum Angriff laufen weiterhin, während das BSI nach weiteren Bedrohungen Ausschau hält. Der Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit öffentlicher digitaler Infrastrukturen gegenüber politisch motivierten Cyberangriffen.






