24 May 2026, 02:31

SPD-Politikerin fordert AfD-Verbot und lehnt jede Zusammenarbeit ab

SPD-Vizechefin Midyatli: Albig ist mit AfD-Kooperationsvorschlag völlig verkehrt

SPD-Politikerin fordert AfD-Verbot und lehnt jede Zusammenarbeit ab

Eine führende Vertreterin der SPD hat Forderungen nach einer Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf kritisiert. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei, lehnte Vorschläge für Minderheitsregierungen ab, die auf die Duldung der AfD im Parlament angewiesen wären. Zudem forderte sie ein vollständiges Verbot der Partei.

Auslöser der Debatte war ein Vorstoß von Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, der SPD-Mitglieder aufforderte, Minderheitsregierungen in Erwägung zu ziehen – gestützt auf die parlamentarische Tolerierung durch die AfD. Midyatlı wies diese Idee umgehend als „völlig falsch“ zurück.

Sie ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete die AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. In ihrer Stellungnahme bestände sie darauf, dass die Partei umgehend einer verfassungsrechtlichen Prüfung unterzogen werden müsse. Zudem gelobte Midyatlı als Sozialdemokratin, der AfD „immer und überall“ entgegenzutreten.

Ihre Äußerungen spiegeln die tiefen Gräben innerhalb der SPD wider, wie mit dem Aufstieg der Rechtsextremen umgegangen werden soll. Während einige pragmatische politische Lösungen anstreben, lässt Midyatlıs Haltung keinen Raum für Kompromisse.

Ihr Appell an eine verfassungsrechtliche Überprüfung setzt die deutschen Behörden unter Druck, die Rechtmäßigkeit der AfD zu prüfen. Ihre kategorische Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit signalisiert eine harte Linie innerhalb der SPD. Die Diskussion über die künftige Rolle der Partei in der deutschen Politik wird voraussichtlich anhalten.

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