14 April 2026, 14:39

Systemgastronomie fordert Steuerreformen und weniger Bürokratie von der neuen Regierung

Luftaufnahme eines großen Industriegebiets in Leipzig, Deutschland, mit Gebäuden, Bäumen, Pflanzen, Gras, Straßen, Polen und anderen Objekten sowie dem Text "Leipzig Germany - Bell Europe" unten.

Systemgastronomie fordert Steuerreformen und weniger Bürokratie von der neuen Regierung

Der Bundesverband Systemgastronomie (BdS) hat zentrale Forderungen an die künftige Bundesregierung formuliert. Während die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD voranschreiten, drängt der Branchenverband auf Reformen in den Bereichen Steuern, Arbeitsrecht und Einwanderungspolitik. Gleichzeitig betonte der BdS seine Bereitschaft, sich konstruktiv in die Gespräche mit der neuen Regierung einzubringen.

Der Verband fordert eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Lebensmittel auf 7 Prozent und argumentiert, dass gerechtere Steuerregeln dem angeschlagenen Sektor helfen würden. BdS-Geschäftsführer Markus Suchert verwies auf das Ausmaß der jüngsten Verluste: Allein im vergangenen Jahr seien aufgrund der wirtschaftlichen Belastungen 170 Millionen weniger Gäste gezählt worden. Durch steuerliche und regulatorische Anpassungen könnte der Markt nach Einschätzung des Verbands stabilisiert werden.

In der Lohnpolitik spricht sich der BdS dafür aus, Tarifverhandlungen weiterhin zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften – ohne staatliche Einmischung – auszutragen. Bei den Arbeitsbedingungen schlägt der Verband eine wöchentliche Obergrenze für die Höchstarbeitszeit vor. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Beschleunigung und Digitalisierung der Verfahren für die Zuwanderung von Fachkräften, um den Arbeitskräftemangel zu entschärfen.

Besonders kritisch sieht der Verband die Bürokratie. Zwar begrüßt er die Pläne der Koalition zur Entflechtung von Vorschriften, geht jedoch noch einen Schritt weiter: Gefordert wird eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands um 25 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre. Gleichzeitig lehnt der BdS neue kommunale Verpackungssteuern ab, da diese unnötige administrative Belastungen mit sich brächten.

Der BdS positioniert sich als aktiver Gestalter der politischen Diskussionen mit der neuen Regierung. Im Mittelpunkt seiner Vorschläge stehen Steuerentlastungen, vereinfachte Fachkräftezuwanderung und weniger Regulierung, um die Erholung der Branche zu unterstützen. Wie diese Forderungen in der kommenden Gesetzgebung berücksichtigt werden, könnte maßgeblich über die künftige Entwicklung des Sektors entscheiden.

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