US-Bitcoin-Miner kämpfen mit Zöllen, Kosten und schrumpfenden Gewinnen
Raissa LangernUS-Bitcoin-Miner kämpfen mit Zöllen, Kosten und schrumpfenden Gewinnen
Bitcoin-Miner in den USA kämpfen mit steigenden Kosten und schrumpfenden Gewinnen. Durch die von Donald Trump während seiner Präsidentschaft eingeführten Handelszölle sind die Preise für Komponenten und Dienstleistungen gestiegen und drücken so die Margen. Gleichzeitig steigen die Energiekosten und die Ausgaben für Hardware weiter an, was die finanzielle Belastung verschärft.
Im März verkauften börsennotierte Mining-Unternehmen mehr als 40 % ihrer Bitcoin-Bestände – der größte monatliche Rückgang seit Oktober 2024. Dieser Schritt spiegelt den wachsenden wirtschaftlichen Druck wider, da die Firmen versuchen, die steigenden Defizite auszugleichen.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen begannen mit den Zollpolitiken, die globale Lieferketten störten. Die Handelsmaßnahmen des damaligen Präsidenten Trump trieben die Kosten für Mining-Hardware in die Höhe und machten den Betrieb weniger rentabel. Diese höheren Ausgaben wirken sich inzwischen auf die gesamte Branche aus – von den Herstellern bis zu den Dienstleistern.
Handelskonflikte haben die Lage zusätzlich verschärft und zu logistischen Verzögerungen sowie Marktinstabilität geführt. Die Miner sehen sich nicht nur steigenden Betriebskosten gegenüber, sondern auch einem harten Wettbewerb innerhalb des Sektors. Sollten die USA Zölle von 24 % auf Mining-Komponenten erheben, könnten heimische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren – und Geschäfte in Auslandsmärkte verlagern, wo die Preise niedriger bleiben.
Die finanzielle Belastung hat bereits eine Welle von Bitcoin-Verkäufen ausgelöst. Da die Kryptowährung im März um 2,3 % fiel – nach einem Rückgang von 17,39 % im Vormonat – liquidieren die Miner ihre Bestände, um Verluste auszugleichen. Diese Verkäufe unterstreichen die wachsende Unsicherheit in der Mining-Branche und auf den Finanzmärkten insgesamt.
Experten warnen, dass anhaltende Zölle das Bitcoin-Mining in den USA unrentabel machen könnten. Unternehmen außerhalb Amerikas könnten davon profitieren, da Hardware-Lieferanten ihre Ausrüstung in Regionen mit weniger Handelsbarrieren und geringeren Kosten umleiten.
Die Kombination aus Zöllen, hohen Betriebskosten und der Volatilität des Bitcoin-Kurses hat die US-Miner in eine schwierige Lage gebracht. Viele verkaufen nun Reserven, um über die Runden zu kommen, während andere ihre Aktivitäten ins Ausland verlagern könnten. Ohne Änderungen in der Handelspolitik oder bei den Kostenstrukturen bleibt die Zukunft der Branche in den USA ungewiss.






