V2G-Technologie: Wie Deutschland den Durchbruch für bidirektionales Laden schafft
Raissa LangernV2G-Technologie: Wie Deutschland den Durchbruch für bidirektionales Laden schafft
Eine neue Studie des Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München skizziert zentrale Maßnahmen, um die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) in Deutschland zu beschleunigen. Der Bericht benennt regulatorische Anpassungen und finanzielle Anreize, die das bidirektionale Laden attraktiver machen könnten. Unternehmen wie BMW und Eon planen bereits, bis 2026 entsprechende V2G-Angebote für Besitzer von Elektroautos einzuführen.
Die FfE-Studie identifiziert mehrere Hindernisse, die die Verbreitung von V2G bremsen. Als schnelle Lösung schlägt sie vor, V2G-Modelle von der Stromsteuer zu befreien. Zudem könnten Kunden bis zu 720 Euro jährlich verdienen, indem sie den Netzbetreibern Zugang zu ihren Fahrzeugbatterien gewähren.
Flexiblere Netzanschlussvereinbarungen könnten bereits ab dem nächsten Jahr eingeführt werden. Die Bundesnetzagentur wird aufgefordert, diese in den laufenden „AgNes“-Prozess zu integrieren. Einheitliche nationale Richtlinien für AC-Wallbox-Anschlüsse würden die Umsetzung zusätzlich vereinfachen.
Um die Technologie flächendeckend zu etablieren, fordert die Studie eine schnellere Einführung intelligenter Stromzähler, insbesondere für kleinere Anbieter. Zudem schlägt sie groß angelegte Testzonen vor, in denen Elektroautos und häusliche Energiesysteme das Stromnetz stabilisieren können. Bei passenden Rahmenbedingungen könnte der Bericht zufolge bis 2029 ein Massenmarkt für V2G entstehen.
Die Vorschläge der FfE zielen darauf ab, V2G für Verbraucher praktikabler und lukrativer zu gestalten. Werden die Änderungen umgesetzt, könnten sie dazu beitragen, den Energiebedarf auszugleichen – und gleichzeitig Besitzer von Elektrofahrzeugen belohnen. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, ob Deutschland einen funktionierenden V2G-Markt aufbauen kann.






