Victoria Carl droht Dopingsperre nach Clenbuterol-Fund – Medaillenhoffnung in Gefahr
Raissa LangernVictoria Carl droht Dopingsperre nach Clenbuterol-Fund – Medaillenhoffnung in Gefahr
Die deutsche Skilangläuferin Victoria Carl droht eine mögliche Dopingsperre, nachdem sie positiv auf den verbotenen Wirkstoff Clenbuterol getestet wurde. Der positive Befund stammt von einer Dopingkontrolle Ende März und wirft Fragen über ihre Zukunft im Sport auf. Ihr Fehlen wäre ein schwerer Schlag, da sie in Einzeldisziplinen als Deutschlands größte Medaillenhoffnung galt.
Carl, die bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking gemeinsam mit Katharina Hennig Gold im Teamsprint gewann, war bei einer Routinekontrolle positiv auf Clenbuterol getestet worden. Die Substanz soll sich in einem Hustenmittel befunden haben, das ihr von einem Bundeswehr-Arzt nach dem Saisonende bei den Militär-Weltspielen verschrieben worden war.
Der Deutsche Skiverband bestätigte, dass das Medikament legal verschrieben und verabreicht wurde. Dennoch kann bereits die unbeabsichtigte Einnahme einer verbotenen Substanz zu einer Sperre führen. In der vergangenen Saison belegte Carl in der Weltcup-Gesamtwertung den zweiten Platz – ein Beleg für ihre zentrale Rolle im Team.
Bundestrainer Peter Schlickenrieder rechnet mit einer Sperre bis mindestens zu den nächsten Olympischen Winterspielen. Trotz des Rückschlags glaubt er, dass Carls Leidenschaft für den Sport und ihre langfristigen Ziele sie motiviert halten. Eine endgültige Entscheidung in dem komplexen Fall steht noch aus.
Carls Fall bleibt vorerst ungeklärt, während die Verantwortlichen die Details prüfen. Im Falle einer Sperre würde sie wichtige Wettbewerbe verpassen und eine Lücke im deutschen Skilanglauf-Team hinterlassen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob sie rechtzeitig für den nächsten Olympischen Zyklus zurückkehren kann.






