17 April 2026, 12:37

Warum der 14. Dezember dem magischen Zauber der Schneekugeln gehört

Plakat für das Zwölfte Deutsche Turnfest Leipzig 1913, das eine zentrale Gruppe von Menschen und Text mit Veranstaltungseinzelheiten zeigt.

Warum der 14. Dezember dem magischen Zauber der Schneekugeln gehört

Jährlich am 14. Dezember begehen die Deutschen den Tag des Schneekugelns – ein Fest zu Ehren des ikonischen Deko-Objekts. Das Datum wurde schlicht nach dem Kalender gewählt, als der Aktionstag 2020 ins Leben gerufen wurde. In den kleinen, versiegelten Kugeln verstecken sich Miniaturwelten, die von wirbelnden weißen Partikeln umhüllt werden – ein Schneegestöber im Kleinformat.

Die Idee der Schneekugel reicht Jahrhunderte zurück. Bereits 1572 ließ Leonhard Thurneysser eine frühe Variante anfertigen, der allerdings noch der Schneeeffekt fehlte. Das heutige Design entstand deutlich später: Erwin Perzy meldete Ende des 19. Jahrhunderts die Glaskugel mit dem schneearigen Effekt zum Patent an.

Die meisten Schneekugeln enthalten heute einfaches Leitungswasser, manche Hersteller setzen auf destilliertes oder deionisiertes Wasser. Ein Tropfen Glycerin verlangsamt oft den Fall der weißen Partikel und sorgt so für einen natürlicher wirkenden Schnee. Die Flüssigkeit im Inneren ist zwar ungiftig, doch die Hersteller raten davon ab, sie zu trinken.

Die Tradition, Schneekugeln gebührend zu feiern, ist noch jung: Sven Giese rief den Tag des Schneekugelns 2020 ins Leben und schuf damit für Liebhaber des Deko-Klassikers einen jährlichen Anlass, um dessen Zauber zu würdigen.

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Bisher ist der Aktionstag in Deutschland zwar noch überschaubar, doch seine Bekanntheit wächst. Er lenkt die Aufmerksamkeit auf ein schlichtes, doch zeitloses Deko-Stück, das sich über Hundert Jahre hinweg weiterentwickelt hat. Am 14. Dezember nehmen sich Sammler und Fans jedes Jahr einen Moment, um in die märchenhafte Welt hinter dem Glas einzutauchen.

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