Wie ein Freisinger Café aus Müll köstliche Mahlzeiten zaubert
Ein kleines Café in Freising sorgt für Furore, indem es aus Lebensmittelabfällen Mahlzeiten zaubert
Im Café Übrig werden Gerichte ausschließlich aus Zutaten zubereitet, die sonst im Müll landen würden. Die Initiative ist Teil einer wachsenden Bewegung, die Lebensmittelverschwendung reduzieren und Nachhaltigkeit fördern will.
Das Café Übrig eröffnete als erstes Lokal in Bayern, das Speisen aus geretteten Lebensmitteln anbietet. Jeden Dienstag kocht eine Köchin Gerichte aus Zutaten, die von Supermärkten, Mensen und lokalen Betrieben stammen. Das Café arbeitet mit diesen Partnern zusammen, um noch genießbare, aber nicht mehr benötigte Lebensmittel zu sammeln.
Auf der Karte stehen ungewöhnliche Kreationen wie Bier aus fermentiertem Brot oder ein Kräuterspritzer mit Holunderbeersirup. Doch das Café ist mehr als nur ein Restaurant: Es fungiert als Gemeinschaftsraum mit rund 150 Mitgliedern. Vier Mitarbeiter:innen halten den Betrieb mit Minijobs am Laufen.
Das Café ist eng mit der Foodsharing-Bewegung verbunden, die sich gegen die Verschwendung von Ressourcen einsetzt. Im Eine-Welt-Haus in München dient ein Kühlschrank als Verteilstation, an der sich jeder kostenlos gerettete Lebensmittel mitnehmen kann. In Freising unterstützt zudem eine Tafel wöchentlich bis zu 1.200 Menschen mit lebensnotwendigen Gütern – getragen von ehrenamtlichen Helfer:innen.
Das Café Übrig zeigt, wie aus geretteten Lebensmitteln Mahlzeiten für die Öffentlichkeit entstehen können. Das Projekt reduziert Abfall und bietet gleichzeitig bezahlbare, nachhaltige Alternativen. Mit Rückhalt aus der Gemeinschaft wächst es weiter – als Teil des bayerischen Kampfs gegen Lebensmittelverschwendung.






