Allianz kauft Mehrheitsanteil an Singapurs drittgrößtem Krankenversicherer für 1,5 Mrd. Euro
Raissa LangernAllianz kauft Mehrheitsanteil an Singapurs drittgrößtem Krankenversicherer für 1,5 Mrd. Euro
Allianz übernimmt Mehrheit an Income Insurance in Singapur
Allianz hat sich darauf verständigt, eine Mehrheitsbeteiligung an Income Insurance, dem drittgrößten Krankenversicherer Singapurs, zu erwerben. Der Deal im Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro sichert Allianz mindestens 51 Prozent der Anteile am Unternehmen. Income Insurance bedient fast zwei Millionen Kunden und verzeichnete 2023 Bruttoprämien in Höhe von 3,75 Milliarden Singapur-Dollar.
Die Übernahme beinhaltet einen Aufschlag von 37 Prozent auf den Nettoinventarwert von Income Insurance. Der bisherige Mehrheitseigner, die Genossenschaft NTUC Enterprise Co-Operative, bleibt auch nach dem Verkauf mit einer bedeutenden Beteiligung engagiert. Noch ausstehend ist die regulatorische Genehmigung, doch beide Seiten gehen davon aus, dass die Behörden den Deal voraussichtlich unterstützen werden.
Allianz erwartet durch den Kauf eine Stärkung seiner Position im asiatischen Sach- und Unfallversicherungsmarkt. Das Unternehmen rückt damit von Platz neun auf Rang vier in der Region vor. Zudem werden durch die Transaktion erhebliche Synergien im Lebensversicherungsgeschäft erwartet.
Die Prognose für den Gewinn pro Aktie von Allianz steigt leicht auf 5,83 Euro im zweiten Quartal. Für das Gesamtjahr wird ein Anstieg auf 24,80 Euro erwartet, für 2025 ein Plus von 8 Prozent auf 26,76 Euro pro Aktie. Die Ergebnisse des zweiten Quartals, die am 8. August veröffentlicht werden, spiegeln die Auswirkungen des Deals noch nicht wider. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Allianz liegt weiterhin bei etwa zehn – unter dem DAX-Durchschnitt –, bei einer Dividendenrendite von über fünf Prozent.
Die Übernahme festigt Allianz’ Standbein in Asien und erweitert sein Versicherungsportfolio. Gleichzeitig verspricht der Deal steigende Erträge und höhere Renditen für Aktionäre in den kommenden Jahren. Die abschließende regulatorische Freigabe steht noch aus.






