Klinikum Fürth blockiert Haupteingang gegen drohende Budgetkürzungen im Gesundheitswesen
Raissa LangernKlinikum Fürth blockiert Haupteingang gegen drohende Budgetkürzungen im Gesundheitswesen
Klinikum Fürth protestiert gegen geplante Kürzungen im Gesundheitsbudget
Mit einer symbolischen Blockade des Haupteingangs demonstriert das Klinikum Fürth gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Verantwortliche warnen vor den finanziellen Belastungen, die die Patientenversorgung gefährden.
Die Kundgebung findet am Freitag von 11 bis 13 Uhr statt. Erwartet werden Reden von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und dem Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Alexander Mohr.
Das Klinikum wehrt sich gegen Kürzungen bei der Patientenversorgungsfinanzierung, unzureichende Ausgleiche für Lohnkosten und zusätzliche Dokumentationspflichten. Die Maßnahmen könnten zu Einschränkungen in der Notfallversorgung, längeren Wartezeiten, weniger ambulanten Terminen und geringeren Investitionen in moderne Medizintechnik führen.
Allein das Klinikum Fürth rechnet im Jahr 2027 mit einer zusätzlichen finanziellen Belastung von über 10 Millionen Euro. Der Bayerische Krankenhausgesellschaft zufolge könnte die Unterfinanzierung in der gesamten Region bis dahin von 600 Millionen auf 1,4 Milliarden Euro ansteigen.
Trotz der Herausforderungen betonte Dr. Mohr die Verpflichtung des Klinikums, die Bevölkerung Fürths weiter zu versorgen. Gleichzeitig forderte er die Bundespolitik auf, ein stabiles Finanzierungssystem für die Krankenhäuser zu schaffen. Der Protest unterstreicht den wachsenden finanziellen Druck auf die Gesundheitsversorgung.






