17 March 2026, 16:39

Augsburgs neues Römer-Museum: 30 Millionen Euro bringen antikes Erbe zurück

Außenansicht des Deutschen Museums in Berlin, das eine große Glasfassade mit Säulen, ein Namensschild, ein Informationsdisplay auf der rechten Seite und städtische Elemente in der Umgebung zeigt.

Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römer-Museum: 30 Millionen Euro bringen antikes Erbe zurück

Augsburgs lang ersehnter Römer-Museum rückt näher an die Realisierung

Das Projekt hat einen Förderzuschuss von 30 Millionen Euro aus München erhalten, wodurch sich die geschätzten Gesamtkosten auf 60 Millionen Euro belaufen. Das neue Museum wird nach seiner Fertigstellung die reiche Geschichte der Stadt als eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen präsentieren.

Das Römermuseum entsteht auf einem landeseigenen Gelände in der Karmelitengasse, wo einst ein Gefängniskomplex stand. Hier wird ein restauriertes, rund 2.000 Jahre altes römisches Mosaik ausgestellt – ein Fund aus Augsburg, dessen Präsentation sich aufgrund der Landesausstellung "Römerwelten" verzögert hatte. Zudem wird das Museum an "Römisches Bayern" angebunden, eine übergreifende Ausstellung unter der Leitung der Archäologischen Staatssammlung München.

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Augsburg, in der Antike als Augusta Vindelicum bekannt, zählte zu den bedeutendsten Städten der römischen Provinz Raetien. Von Kaiser Augustus gegründet, diente es als zentraler Knotenpunkt nördlich der Alpen. Das letzte römische Museum der Stadt musste jedoch 2012 wegen baulicher Mängel schließen – eine Lücke, die die Verantwortlichen seit über einem Jahrzehnt zu schließen versuchen.

Falls der Stadtrat grünes Licht gibt, könnten die Bauarbeiten bald beginnen, mit einer geplanten Fertigstellung bis 2033.

Das Museum wird Augsburgs römisches Erbe wiederbeleben und Artefakten wie dem antiken Mosaik eine dauerhafte Heimat bieten. Mit der Hälfte der Finanzierung nun gesichert, geht das Projekt voran – die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei den lokalen Behörden. Nach der Eröffnung wird es Teil des Ausstellungskonzepts "Römisches Bayern" sein und die Stadtgeschichte in einen größeren historischen Zusammenhang einbetten.

Quelle