18 March 2026, 08:31

Kongress in Regensburg diskutiert Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Kongress in Regensburg diskutiert Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

Kongress in Regensburg: Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund

In Regensburg kamen kürzlich 80 Teilnehmende zusammen, um sich mit den Herausforderungen bei der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderung auseinanderzusetzen. Die unter dem Motto "Arbeit – aber wie?" stehende Veranstaltung fand im Diözesanzentrum Obermünster statt und wurde von einer lokalen Interessenvertretung mitorganisiert. Zu den Redner:innen zählten Vertreter:innen aus Politik, Aktivist:innen für die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie Betroffene, die über ihre persönlichen Erfolgsgeschichten berichteten.

Eröffnet wurde der Kongress mit Grußworten bayerischer Landesvertreter:innen, darunter Holger Kiesel, Regierungsrätin Tanja Schweiger, der Landtagsabgeordnete Karl Straub und Bernadette Dechant. Schweiger verwies darauf, dass in der Oberpfalz etwa 35.160 Menschen mit Behinderung leben, davon rund 400 unter 25 Jahren. Aufgrund des Datenschutzes könnten die Behörden jedoch keine Aussagen über Behinderungen unter den 23.800 im Landkreis lebenden Menschen ohne deutschen Pass treffen.

Zoya Dimitrova, eine blinde Frau aus Bulgarien, schilderte ihren Weg in den Beruf bei der Bundesagentur für Arbeit und wie sie trotz Hindernissen Fuß fassen konnte. Ihr Beispiel war eines von mehreren, die zeigten, wie berufliche Inklusion mit der richtigen Unterstützung gelingen kann.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Vereinfachung bürokratischer Hürden, die Verbesserung frühzeitiger Förderangebote und die Förderung flexibler Arbeitsmodelle. Die Teilnehmenden betonten zudem den Bedarf an barrierefreien Arbeitsplätzen, Peer-Beratung und langfristigen Inklusionsstrategien. Aktuelle Zahlen vom Februar 2026 zeigen, dass in Deutschland 17.200 arbeitslose Menschen mit anerkannten Behinderungen registriert sind – ein Anstieg um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde hervorgehoben, dass gesellschaftliche Offenheit, politische Rahmenbedingungen und praktische Hilfsangebote entscheidend sind, um geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderung den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Kongress lieferte konkrete Lösungsansätze und präsentierte positive Beispiele gelungener Inklusion. Organisator:innen und Teilnehmende waren sich einig, dass verlässliche Unterstützungssysteme und sichtbare Erfolgsgeschichten für Fortschritte unverzichtbar sind. Als nächste Schritte sollen Netzwerke gestärkt und die diskutierten Strategien auf lokaler und regionaler Ebene umgesetzt werden.

Quelle