BAföG-Reform: SPD und Union erzielen Durchbruch bei Studienförderung
Die Verhandlungen zur BAföG-Reform haben einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht. SPD und Union erzielten im November eine fachliche Einigung über Änderungen im System der Studienförderung. Lina Seitzl, die BAföG-Berichterstatterin der SPD, hatte sich dafür eingesetzt, die Leistungen an das Niveau der grundlegenden sozialen Sicherung anzupassen.
Die Arbeitsgruppen der Union haben nun den Reformvorschlag der SPD akzeptiert. Die Mittel für die Änderungen waren bereits im aktuellen Haushalt vorgesehen. Forschungsministerin Dorothee Bäder (CSU) hatte jedoch zuvor Pläne für eine Erhöhung des BAföG mit Verweis auf Haushaltsgrenzen fallen lassen.
Die SPD bleibt bei ihren Forderungen unnachgiebig: Sie wird keine Reform ohne höhere Leistungen akzeptieren. Zudem lehnt die Partei jeden Versuch ab, das BAföG als Verhandlungsmasse in weiteren Gesprächen einzusetzen. Die SPD besteht darauf, dass die bereitgestellten Mittel nicht für andere Vorhaben umgelenkt werden dürfen.
Der Deutsche Studentenwerk (DSW) unterstützt die Reform. Befürworter betonen, dass die geplante Erhöhung der Wohnkostenzuschüsse weitaus weniger kosten würde als die jüngsten Steuersenkungen für Kraftstoffe.
Die Einigung auf Facharbeitsebene markiert einen Fortschritt. Die Haltung der SPD stellt sicher, dass die Reform tatsächliche Leistungssteigerungen beinhalten muss. Die bereitgestellten Mittel und die politische Rückendeckung deuten darauf hin, dass die Änderungen trotz früherer Rückschläge noch vorankommen könnten.






